Ob vom Steirischen Semmering, über die Fischbacher Alpen, vom Murradweg oder vom Traisentalradweg kommend – jede Strecke hat ihren eigenen Charakter. Gemeinsam haben sie jedoch spektakuläre Ausblicke auf Hochschwab, Schneealm, Rax oder Hohe Veitsch sowie zahlreiche Möglichkeiten zum Einkehren und Innehalten.

Praktisch für Ausflügler: Die Ausgangspunkte der Touren wurden bewusst bei Bahnhöfen gewählt. So können sowohl Bahnreisende als auch Autofahrer bequem anreisen. Auch an moderne Ansprüche wurde gedacht – von digital aufbereiteten Tourdaten über E-MTB-Verleih bis hin zum organisierten Rücktransport.

E-Bike empfohlen

Die neue Radpilgertour richtet sich an Genussradler ebenso wie an sportliche Biker. Besonders empfohlen wird allerdings ein E-Mountainbike, denn einige Anstiege haben es durchaus in sich. Humorvoll spricht man dabei bereits vom „Maria-hilf-Gang“ – also jenem letzten Gang vor dem Absteigen.

Michael Feiertag, Geschäftsführer von Steiermark Tourismus, sieht in dem Projekt großes Potenzial: „Das Radfahren entwickelt sich in der gesamten Steiermark äußerst positiv. Die Nachfrage wächst kontinuierlich – nicht zuletzt durch den starken Trend rund um E-Bikes.“

Auch Ute Gurdet von der Erlebnisregion Hochsteiermark zeigt sich begeistert: „Auch per Rad ist eine Wallfahrt ein einmaliges Erlebnis und man befährt die schönsten Gegenden der Hochsteiermark.“

Kultur, Kulinarik und Spiritualität

Neben der sportlichen Herausforderung steht vor allem das Erlebnis im Vordergrund. Entlang der Strecken warten Kirchen, Marterln und Pilgersymbole ebenso wie kulinarische Highlights – von urigen Almhütten bis zur Haubenküche.

Nino Contini, Vorsitzender der Erlebnisregion Hochsteiermark, betont die emotionale Komponente: „Viele kleine Erlebnismomente machen den großen Reiz dieses Radabenteuers aus.“

Zu den kulturellen Höhepunkten entlang der Wege zählen unter anderem die historische Altstadt von Bruck an der Mur mit dem Kornmesserhaus, die Burg Oberkapfenberg, die Probstei Aflenz oder das Münster Neuberg samt Glasbläserei.

Frein Chalets als besonderer Zwischenstopp

Eine der Routen führt auch direkt an den Frein Chalets vorbei. Die modernen Chalets mitten in der Natur bieten sich ideal als gemütlicher Zwischenstopp für Radpilger an. Wer die Tour auf mehrere Tage aufteilen möchte, findet dort Erholung, regionale Kulinarik und einen perfekten Ausgangspunkt für die Weiterfahrt Richtung Mariazell. Weitere Informationen gibt es bei Frein Chalets.

Vier Wege, ein Ziel

Die vier Radpilger-Routen unterscheiden sich sowohl landschaftlich als auch sportlich:

  • Von Bruck und Kapfenberg geht es über den Seebergradweg und mehrere Almen nach Mariazell.
  • Die zweite Route verbindet die Oststeiermark über Pretul und Turnau mit der Hauptroute.
  • Vom Semmering führt der Weg über Mürzzuschlag, Frein an der Mürz und idyllische Almwege Richtung Basilika.
  • Die vierte Strecke kommt aus dem Norden über den Traisentalradweg und den romantischen Hubertussee.

Alle Wege sind einheitlich beschildert und bestens an bestehende Radwege wie den Murradweg, Mürztalradweg oder Donauradweg angebunden.

Flexible Rückreise

Auch die Rückreise wurde mitgedacht: So bietet sich etwa die Fahrt mit der Mariazellerbahn Richtung St. Pölten an. Für den Rücktransport nach Bruck, Kapfenberg oder Mürzzuschlag steht zudem ein Radtaxi aus Mariazell zur Verfügung.

Wer noch genügend Kraft in den Beinen hat, kann natürlich auch den schönsten Weg wählen – einfach über die Berge retour.

Weitere Informationen, Tourdaten sowie Nächtigungs- und Ausflugsmöglichkeiten gibt es bei Hochsteiermark und Steiermark Tourismus.

Radpilgern

© Roman Königshofer

Ebiken Moschkogel

©TV Hochsteiermark, nicoleseiser.at

Ebiken Moschkogel

©TV Hochsteiermark, nicoleseiser.at

 

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