Die Reaktionen sind nicht neu, wiederholen sich seit gut einem Jahrzehnt! Als wäre die Bilanz nicht so schlimm: Böller- und Raketenwürfe im Stadion, Löcher im Rasen, eine Spiel-Unterbrechung, schwere Ausschreitungen am Reumannplatz, insgesamt zwei Verletzte. Die Rapid-Chaoten haben zugeschlagen, laut Polizei “bewarfen teilweise vermummte Personen die Einsatzkräfte gezielt mit Pyrotechnik, Glasflaschen und Bechern sowie Stühlen eines Lokals.” Komplett irre!
Verein greift nicht durch
Und der Verein distanziert sich nur halbherzig. So will Rapid “eng mit den Behörden zusammenarbeiten und selbstverständlich jede Unterstützung leisten, um zur Identifizierung jener Personen, die Böller oder Leuchtraketen abgefeuert haben, beizutragen.” Das sollte doch SELBSTVERSTÄNDLICH sein! Heißt das umgekehrt, dass eine Zusammenarbeit nicht immer der Fall war?
Vielleicht Entzug der Mitgliedschaft
Und schon der nächste Satz zeigt, wo der Westwind wirklich hinbläst. Man spricht von “Konsequenzen, die dem Verein möglich sind, sprich Hausverbote und gegebenenfalls der Entzug von Vereinsmitgliedschaften”. Das soll alles sein? Bei Gewalttätern, Randalierern?
Verzicht auf Derby-Auswärtskarten
Immerhin wird Rapid “als eine erste konkrete Maßnahme bei Auswärtsderbys bis auf Weiteres davon Abstand nehmen, das Kartenkontingent für den Gästesektor abzurufen”. Damit wird man kaum einer drakonischen und berechtigten Strafe entgehen. Drei Heimspiele mit gesperrtem Heimsektor scheinen bis dato fix. Das könnte aber noch nicht alles sein.
Worte ohne Substanz
Auch die Worte von Präsident Wrabetz helfen nichts: “Wir bedauern diese Vorfälle und distanzieren uns in aller Deutlichkeit davon. Durch das Fehlverhalten von einer kleinen Minderheit der Anhängerschaft wird dem SK Rapid in einer ohnehin sehr schwierigen Situation zusätzlich geschadet.” Und? So eine Distanzierung sollte ebenso selbstverständlich sein …