Bei einer Schwerpunktaktion gegen illegales Glücksspiel stießen die Behörden an mehreren Schauplätzen auf kuriose Zustände: illegale Spielautomaten, Schwarzarbeit – und Strom- und Gasbezug, der offenbar nicht ganz legal war.
Kontrolliert wurde vergangene Woche in Rudolfsheim-Fünfhaus, Ottakring und Hernals. Mit dabei: Gruppe Sofortmaßnahmen, Finanzpolizei, Landeskriminalamt, AMS sowie mehrere Magistratsabteilungen und weitere Stellen.
Wohnung voller Glücksspiel-Automaten
Besonders skurril wurde es in Ottakring. In einer Wohnung fanden die Kontrolleure gleich mehrere illegale Glücksspielautomaten vor. Nur: Niemand war da.
Also musste die Finanzpolizei die Wohnung behördlich öffnen. Drinnen dann die Überraschung: Die Automaten waren offenbar nicht die einzigen Dinge, die dort auf Hochtouren liefen. Laut Behörden wurde bereits seit mehreren Jahren illegal Strom bezogen – unter anderem, um die Glücksspielgeräte zu betreiben.
Die Automaten wurden sofort beschlagnahmt, der illegale Strombezug vor Ort gestoppt. Anzeigen folgten.
Gasrechnung offenbar „vergessen“
Weiter ging die Kontrolle nach Hernals. In einem Hinterzimmer eines Lokals entdeckten die Einsatzkräfte erneut illegales Glücksspiel. Und auch hier gab es neben den Automaten eine zusätzliche Überraschung: Das Lokal bezog laut Behörden illegal Gas.

Schwarzarbeiter festgenommen
In Rudolfsheim-Fünfhaus wurde es ebenfalls ungemütlich. In einem Lokal stießen die Kontrolleure auf einen Schwarzarbeiter, der aufgrund fremdenrechtlicher Bestimmungen festgenommen wurde.
Dazu kamen Pfändungen wegen offener Abgaben.
Auch das Magistrat wurde fündig: Mehrere Anzeigen wurden erstattet – unter anderem wegen Verstößen gegen das Tabak- und Nichtraucherrecht sowie wegen der Gewerbeordnung und unbefugter Gewerbeausübung.
Illegales Glücksspiel bekämpft
Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen, findet klare Worte: “Illegale Wett- und Glücksspielangebote können betrügerisch sein und verschaffen sich einen unfairen Vorteil gegenüber jenen Betrieben, die sich an alle Regeln halten.”
Die Botschaft der Behörden ist damit unmissverständlich: Wer in Wien illegal zockt, muss jederzeit mit einem Besuch der Kontrolleure rechnen. Und damit, dass die Behörden im wahrsten Sinne des Wortes den Stecker ziehen.

