Die Zukunft in RothNEUsiedl beginnt jetzt! Der künftige Stadtteil im 10. Bezirk wird auf 124 Hektar alle Stückerl spielen. Geplant sind in der Mini-Stadt rund 9.000 Wohnungen für etwa 21.000 Menschen, davon zwei Drittel gefördert, sowie rund 8.000 Arbeitsplätze. Ziel ist ein klimafitter Stadtteil mit kurzen Wegen, in dem Wohnen, Arbeiten, Bildung und Freizeit eng verbunden sind. Besonders der hohe Grünanteil wird herausstechen: Mehr als 40 Hektar – rund ein Drittel der Gesamtfläche – bleiben Grün- und Freiraum.

Herzstück ist der „Grüne Ring“, ein rund drei Kilometer langer Park mit mehr als 25 Hektar öffentlicher Grünfläche. Dazu kommen Stadtlandwirtschaft, Obstbäume, Grünkorridore für Wildtiere sowie ein Regenwasserkonzept nach dem Prinzip der Schwammstadt, um den neuen Stadtteil besser an Hitze und Starkregen anzupassen. “Der hohe Grünraum-Anteil war mir ein besonderes Anliegen. Wir schaffen in RothNEUsiedl insgesamt über 40 Hektar Grün- und Erholungsraum, das ist ein Drittel der Gesamtfläche. RothNEUsiedl ist aber auch ein Paradebeispiel dafür, wie komplex Stadtentwicklung ist. Unsere Planung ist präzise wie ein Schweizer Uhrwerk, bei dem ein Rädchen ins andere greift. Mit dem städtebaulichen Leitbild wird festgelegt, welche Qualitäten RothNEUsiedl künftig aufweisen soll, wo Gebäude, Grünflächen und Straßen, aber auch Schulen, Sportanlagen oder öffentliche Verkehrsmittel im neuen Stadtteil angeordnet sein werden“, so Wiens Planungsstadträtin Ulli Sima.

Autofrei und lebenswert

Geplant sind 9.000 Wohnungen für 21.000 künftige Bewohner (darunter wie immer 2/3 geförderter Wohnbau), 8.000 Arbeitsplätze, eine attraktive Öffi-Verbindung mit der U-Bahn-Verlängerung, neuer U1-Station und mit eigener neuer Speed-Buslinie, dem RothNEUsiedl-Express samt Unterführung unter der Donauländebahn. Zur sozial gerechten Planung gehört das Angebot von rund zwei Drittel der Wohnungen im geförderten Wohnbau. Gleichzeitig wird auf eine Mischung unterschiedlicher Wohnformen geachtet: für Familien, ältere Menschen oder gemeinschaftliche Wohnprojekte. Das stärkt die soziale Vielfalt im Stadtteil.

Mehr als 40 Hektar – rund ein Drittel der Gesamtfläche – bleiben Grün- und Freiraum. © O & O Baukunst

Mehr als 40 Hektar – rund ein Drittel der Gesamtfläche – bleiben Grün- und Freiraum. © O & O Baukunst

RothNEUsiedl setzt auf Beteiligung. Das städtebauliche Leitbild wurde gemeinsam mit den Wienern entwickelt. Die Bürger waren von Beginn an eingeladen, ihre Ideen, Anregungen und Vorschläge einzubringen. Zusätzlich zu klassischen Beteiligungsformen wie Veranstaltungen oder Online-Befragungen wurde das „Zukunftsteam RothNEUsiedl“ als innovatives Format gegründet. „Viele dieser Beiträge sind in das Leitbild sichtbar eingeflossen – etwa die Gestaltung von Grünräumen oder Übergängen zur bestehenden Nachbarschaft. Das Siegerprojekt Grüner Ring hat prozentuell auch den meisten Grünraum aller eingereichten Projekte. Zudem entstehen im ersten Teilabschnitt wichtige Infrastrukturvorhaben, die auch für die umliegende Bevölkerung wichtig sind, wie etwa die Unterführung der Bahnlände auf der Himberger Straße, der Bildungscampus, ein Gymnasium oder auch die Sport- und Funhalle“, sagt der Favoritner Bezirksvorsteher Marcus Franz.

Der weitere Weg von RothNEUsiedl

Das Projekt ist aus einem internationalen städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb hervorgegangen. Unter der Leitung des in Berlin und Wien ansässigen Büros O&O Baukunst wurde von einem interdisziplinären Team aus den Disziplinen Städtebau, Landschafts-, Verkehrs- und Energieplanung sowie Regenwasser- und Ressourcenmanagement gemeinsam mit den Fachexperten des Wiener Magistrats ein städtebauliches Leitbild erarbeitet. Am 18.5.2026 wird dieses städtebauliche Konzept für den neuen Stadtteil der Wiener Stadtentwicklungskommission zur Beschlussfassung vorgelegt.

Ab 2027 startet die Flächenwidmung und ab 2030 ist der Baubeginn der 1. Etappe geplant.