Sandleitenhof: Ein eigenes Dorf in der Stadt

Josef Taucher ­präsentiert:

Der Sandleitenhof im 16. Bezirk ist die größte Wohnanlage aus der Zeit des „Roten Wien“ (von 1919 bis 1934). Auf einer Gesamtfläche von über 68.500 m2 fasst sie 1.587 Wohnungen und erstreckt sich über mehrere Straßenzüge. Imposant ist aber nicht nur die Größe dieses einzigartigen Gemeindebaus, sondern auch seine Architektur. Denn im Vergleich zu anderen kommunalen Wohnanlagen handelt es sich nicht um einen geschlossenen, sondern um einen nach allen Seiten offenen Bau. Die Architektur ist nicht nur vom Architekten Otto Wagner beeinflusst, ­sondern berücksichtigt auch städtebauliche Überlegungen des Künstlers, Stadtplaners und Architekten Camillo Sitte. „Der Sandleitenhof erzählt eine besondere Geschichte – und zwar die des Roten Wien. Bei der Gestaltung wurde ­besonders auf die Verteilung von Licht und Luft geachtet – ein wichtiges Merkmal des Roten Wien. In der Anlage finden sich viele Grün- und Frei­flächen, Sitzgelegenheiten,
wunderschöne Brunnen, die zum Träumen einladen, aber auch besondere künstlerische ­Elemente, die sofort ins Auge stechen“, betont SPÖ-Klubvorsitzender Josef Taucher.

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Gefühl der Freiheit im Sandleitenhof

Mitten im Gemeindebau – auf dem Rosa-Luxemburg-Platz – befindet sich eine städtische Bücherei. „Davor gibt es Parkbänke und einen steinernen Brunnen mit einer Bronzefigur. Ein wunderbarer Ort, um sich auszuruhen, ein Buch in die Hand zu nehmen, zu lesen oder einfach die Stille zu genießen. Es ist ein besonderes Lebensgefühl, wenn man hier durch die Straßen geht – ein Gefühl der Freiheit“, sagt Taucher.

„Entstanden ist der Sandleitenhof in den 30er Jahren zwischen 1924 und 1929 in fünf Bauteilen. Sandleiten ist eine Stadt der kurzen Wege – viele Arbeiterinnen und Arbeiter haben in den umliegenden Fabriken gewohnt und die zentrale Infrastruktur wie die Bücherei, Ateliers, Geschäftslokale, einen Kinosaal u. v. m. genutzt“, so Christian Oxonitsch, Gemeinderat und ­Ottakringer mit Herz.

Das Zentrum des Sandleitenhofes ist der Matteottiplatz, der an eine „Piazza“ erinnert. Der Platz beherbergt eine Terrasse und einen Steinbrunnen. Mit seinen Parkbänken und Grünflächen ist er Versammlungs- und Erholungsraum für Jung und Alt.