Als das Tierrettungsteam im Votivpark eintraf, bot sich ein erschütterndes Bild: Mila war deutlich abgemagert und ungepflegt, suchte jedoch trotz allem die Nähe zu Menschen und zeigte sich zutraulich. Besonders auffällig waren die massiven Verletzungen an beiden Vorderbeinen: Das rechte Vorderbein war stark deformiert und wies eine offene, entzündete Wunde auf. Auch das linke Vorderbein zeigte eine deutliche Fehlstellung sowie weitere Verletzungen.
Tierärzte sehen Hinweise auf massive Misshandlung
Mila wurde sofort in eine Tierklinik gebracht und danach in die Obhut des TierQuarTier Wien übernommen. Dort bestätigten weiterführende Untersuchungen das volle Ausmaß ihres Leidens.
Neben einer alten, unbehandelten Fraktur wurde auch eine schwere Strangulationsverletzung diagnostiziert. Laut aktuellem medizinischem Stand besteht der begründete Verdacht, dass ein Vorderbein über längere Zeit mit einem Seil oder einem ähnlichen Gegenstand abgeschnürt wurde. Die dadurch verursachte Durchblutungsstörung führte zu schweren Gewebeschäden, Entzündungen und starken Schmerzen.
Ein Fremdverschulden kann nicht ausgeschlossen werden.
Hoffnung auf Rettung – Amputation als letzte Option
Der Zustand der jungen Hündin wird derzeit engmaschig überwacht. Regelmäßige Röntgenkontrollen sollen zeigen, ob das betroffene Bein stabilisiert und erhalten werden kann. Eine Amputation steht als letzte medizinische Möglichkeit im Raum – soll aber nur erfolgen, wenn es wirklich keine Alternative mehr gibt.
„Die Verletzungen dieses jungen Hundes sprechen eine deutliche Sprache“, sagt Thomas Benda, Betriebsleiter des TierQuarTier Wien. „Was Mila angetan wurde, erschüttert uns zutiefst.“
Hohe Kosten für die Versorgung
Schwer verletzte Tiere bedeuten für ein Tierheim nicht nur emotionale Belastung, sondern auch enorme Kosten. In Milas Fall umfasst die Versorgung unter anderem intensive tierärztliche Betreuung, wiederholte Röntgenuntersuchungen, Schmerztherapie, Spezialfutter und langfristige Pflege.
Wer Mila unterstützen möchte, kann das über die Spendenseite des TierQuarTier Wien tun.
Wer kennt Mila? Stadt Wien bittet um Mithilfe
Nun ersucht auch das Veterinäramt der Stadt Wien um Hinweise: Wer erkennt Mila wieder, weiß etwas über ihre Herkunft oder hat am 2. Februar im Bereich des Votivparks etwas beobachtet?
Hinweise nimmt das Fundservice für Haustiere der Stadt Wien unter 01/4000-8060 entgegen.

Hündin Mila bei der Einlieferung | ©TierQuartier

Mila | ©TierQuartier

Mila bei der Untersuchung | ©TierQuartier