Hände sind in Hörtnagls neuer Werkserie weit mehr als ein Motiv. Sie werden zum Ausdrucksträger von Identität, Gewohnheiten und Emotionen. Bewusst verzichtet die Künstlerin auf Gesichter – stattdessen sprechen Gesten, Fingerhaltungen und Strukturen für sich.
Diese reduzierte Bildsprache wirkt zunächst schlicht, entfaltet jedoch bei näherem Hinsehen eine erstaunliche Tiefe. Gemeinsam mit den Schmuckstücken von Sophie Andersen entsteht ein sinnlicher Dialog über Weiblichkeit, Körperlichkeit und Wahrnehmung.
Wien als stille Hauptdarstellerin
Dabei spielt auch die Stadt selbst eine zentrale Rolle. Wien ist nicht bloß Hintergrund, sondern wird zur Protagonistin der Arbeiten. Die Bilder greifen urbane Routinen auf – kleine Gesten des Alltags, die oft unbemerkt bleiben und doch das Leben prägen.
Hörtnagls Werke bleiben zugänglich, ohne an Anspruch zu verlieren. Sie laden dazu ein, innezuhalten und genauer hinzusehen – ganz im Rhythmus der Stadt.
Zwischen Malerei und Schmuck
Die Ausstellung versteht sich als Experiment im Zwischenraum zweier Kunstformen. Malerei und Schmuck treten hier in einen direkten Austausch: Während die Bilder visuelle Geschichten erzählen, bringen Andersens Schmuckstücke Haptik, Gewicht und Materialität ins Spiel.
So entsteht ein Wechselspiel, das neue Perspektiven auf den menschlichen Körper eröffnet. Die Werke ergänzen einander, kommentieren sich gegenseitig – und lassen Raum für eigene Interpretationen.
Vernissage und Finissage
Eröffnet wird „SHE/HER“ bereits am 23. April um 18 Uhr. Die Finissage am 9. Mai, ebenfalls um 18 Uhr, bildet den Abschluss dieser besonderen Präsentation.
SHE/HER
Eine Ausstellung von Dinara Hörtnagl in Kollaboration mit Sandersen Jewels
Sandersen Jewels, Landskrongasse 1, 1010 Vienna
24. April – 9. Mai
Vernissage: 23. April, 18:00
Finissage: 9. Mai, 18:00


©Dinara Hörtnagl

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Künstlerin Dinara Hörtnagl und Schmuckdesignerin Sophie Andersen | ©ZVG