Die Wiener Sonnenstrom-Offensive unterstützt die unabhängige Stromversorgung unserer Stadt und trägt zum Ziel der Klimaneutralität 2040 bei. Die Stadt Wien hat ihre Sonnenstrom-Leistung innerhalb von fünf Jahren mehr als verfünffacht. Angefangen bei 50 MWp (Megawattpeak) im Jahr 2020 produzierten Wiens PV-Anlagen im Februar 2026 bereits eine Gesamtleistung über 330 MWp. Bis 2030 soll die PV-Leistung in Wien auf 800 MWp ausgebaut werden. Damit könnte rund ein Viertel der Wiener Haushalte (circa 230.000) mit sauberem Strom versorgt werden. Doch das ist erst der Anfang!

Im Rahmen der Wiener Sonnenstrom‑Offensive treibt die Stadt Wien den Ausbau von Photovoltaik weiter gezielt voran. Für das neue Photovoltaik‑Förderprogramm stehen ab Mai rund sieben Millionen Euro zur Verfügung. Unterstützt werden vor allem innovative und komplexere PV‑Lösungen, die im dicht bebauten Stadtraum besonders wirksam sind oder höhere technische Anforderungen haben. Dies betrifft etwa Mehrgeschoßwohnbauten, Grün‑ und Flugdächer, Fassaden sowie Dachgärten. Damit setzt Wien dort an, wo Sonnenstrom bislang schwer umzusetzen war und gleichzeitig großes Potenzial für Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft besteht.

Für alle Fragen zu den Wiener PV‑Landesförderungen gibt es werktags eine kostenlose Photovoltaik‑Fördersprechstunde. Experten der Stadt Wien und der Klima‑ und Innovationsagentur Wien beraten individuell per Telefon oder Video‑Call. Förderanträge sind vor Beginn der Arbeiten online zu stellen.

Neue Förderschienen für noch mehr PV-Leistung

Seit 1. Mai 2026 fördert die Stadt Wien gezielt Photovoltaik an Fassaden. Unterstützt werden zwei Formen: Vorgehängte Anlagen, bei denen die Module vor der bestehenden Fassade montiert werden. Sie eignen sich vor allem für Bestandsgebäude. Außerdem fördert die Stadt Anlagen, bei denen die Module direkt in die Fassade eingebaut sind und Teil der Gebäudehülle werden. Diese kommen meist bei Neubauten oder größeren Sanierungen zum Einsatz.

Neu gefördert werden ab nun auch PV-Verschattungsanlagen, die auf öffentlichen Gebäuden wie beispielsweise Schulen oder öffentlich zugänglichen Dächern, etwa von Handelsbetrieben, für neue Aufenthaltsräume und Schatten sorgen.

„Solche Anlagen liefern nicht nur Sonnenstrom. Sie machen Dächer auch zu Orten, an denen sich Stadtbewohner gerne aufhalten. An Schulen können Kinder dank zusätzlicher Beschattung auch an heißen Tagen Zeit im Freien verbringen. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel“, so Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky.

Bewährte Förderungen verlängert

Auch 2026 gibt es attraktive Fördersätze für PV-Anlagen auf mehrgeschossigen Bestandswohnbauten. Die Stadt Wien unterstützt damit bei höheren Investitionskosten und treibt den Ausbau auf Mehrgeschoßwohnbauten weiter voran. Die für solche Anlagen verpflichtenden Absturzsicherungen gehören ebenso weiterhin zu den förderfähigen Kosten.

Auch der 1, 2, 3 Sonnengutschein, ein spezielles Beratungspaket für gemeinschaftliche PV-Anlagen auf mehrgeschoßigen Wohnbauten, soll verlängert werden. Passend zum Förderschwerpunkt für PV-Fassaden, wird hier beim ersten Gebäude-Check künftig auch das PV-Potenzial der Wandflächen geprüft.