Im Mittelpunkt des Projekts steht eine nachhaltige Marktgärtnerei mit Gemüsefeldern und einer revitalisierten Streuobstwiese. Dort werden künftig frisches Obst und Gemüse für armutsbetroffene Menschen produziert. Die Lebensmittel sollen unter anderem Sozialmärkte sowie Einrichtungen der Wohnungslosen- und Flüchtlingshilfe versorgen. Auch 40 Schafe werden künftig auf dem Areal am Rosenhügel grasen.

„Frische, gesunde Nahrungsmittel stehen jedem Menschen in unserer Stadt zu.“

…betonte Stadtrat Hacker beim Projektstart. Gerade Menschen mit wenig Einkommen seien häufig auf billige Fertiggerichte angewiesen. Das Projekt könne daher einen wichtigen Beitrag zu besserer Ernährung leisten.

Erlebnis- und Lernraum für Kinder und Jugendliche

Neben der landwirtschaftlichen Nutzung entsteht am Rosenhügel auch ein Naturerlebnis- und Lernraum. In Kooperation mit dem Wiener Gesundheitsverbund werden Kinder und Jugendliche aus Schulen sowie aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie aktiv eingebunden. Der Garten soll künftig ein Ort der Stabilisierung, Gemeinschaft und Selbstwirksamkeit werden.

Auch Arabel Bernecker-Thiel sieht großes Potenzial in der Initiative:

„Das Projekt zeigt, dass soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können.“

Ehrenamtliche können mithelfen

Das Projekt richtet sich nicht nur an soziale Einrichtungen, sondern auch an Privatpersonen und Unternehmen. Ehrenamtliche können beim Pflanzen, Pflegen und Ernten mitarbeiten. Ziel sei es, Umwelt- und Klimabewusstsein durch praktisches Erleben zu fördern und Wissen über Biodiversität sowie nachhaltige Ernährung zu vermitteln.

„Gesunde Ernährung darf keine Frage des Einkommens sein.“

…erklärte Dr. Susanne Drapalik, Präsidentin des Samariterbundes Wien. Gerade angesichts steigender Lebenshaltungskosten wachse der Bedarf an frischen Lebensmitteln in Sozialmärkten laufend.

Unterstützung durch Stiftung und Gesundheitsverbund

Das Gelände am Rosenhügel wird von der Nathaniel Freiherr von Rothschild’sche Stiftung für Nervenkranke zur Verfügung gestellt. Laut Stiftungsvorständin Mag. Agnes Berlakovich vereine das Projekt soziale, gesundheitliche und nachhaltige Aspekte auf innovative Weise.

Auch Samariterbund-Geschäftsführer Mag. Oliver Löhlein bedankte sich bei der Stiftung und dem Wiener Gesundheitsverbund für die Unterstützung. Ohne diese Zusammenarbeit wäre die Umsetzung des Projekts nicht möglich gewesen.

Samariterbund Wien startet „Soziale Landwirtschaft“ am Rosenhügel

©Samariterbund/G. Pall

Samariterbund Wien startet „Soziale Landwirtschaft“ am Rosenhügel

©Samariterbund/G. Pall

Samariterbund Wien startet „Soziale Landwirtschaft“ am Rosenhügel

©Samariterbund/G. Pall

Samariterbund Wien startet „Soziale Landwirtschaft“ am Rosenhügel

©Samariterbund/G. Pall