Mit dem „Theater im Prater“ wird in Wien erstmals seit mehr als 100 Jahren wieder ein neues Volltheater gebaut. Ziel des Projekts ist es, einen Ort zu schaffen, an dem Live-Entertainment für ein breites Publikum erlebbar wird. In Zeiten von Streaming und digitaler Unterhaltung setzt das Konzept bewusst auf gemeinsames Kulturerlebnis und persönliche Begegnungen.

Der Standort im Prater ist dabei kein Zufall. Das traditionsreiche Freizeit- und Erholungsgebiet gilt seit jeher als Treffpunkt für Wienerinnen und Wiener sowie Gäste aus aller Welt. Das neue Theater soll sich harmonisch in diesen öffentlichen Raum einfügen und ihn kulturell weiter aufwerten.

Großprojekt mit internationaler Erfahrung

Verantwortlich für die Umsetzung ist der Wiener Projektleiter Matthias Prichzi, der über mehr als 25 Jahre Erfahrung bei großen Bauprojekten im In- und Ausland verfügt. Ein Theaterbau gilt dabei als besonders anspruchsvoll: Architektur, Technik, Betriebslogistik und Besucherführung müssen von Beginn an perfekt zusammenspielen.

Zu den Projektpartnern zählen unter anderem die Architekturbüros Dietrich Untertrifaller aus Wien und Haworth Tompkins aus London sowie das Bauunternehmen Swietelsky. Finanziert wird das Projekt vollständig privat durch ATG Entertainment.

1.800 Sitzplätze und modernste Technik

Das Gebäude entsteht auf rund 3.000 Quadratmetern und bietet künftig Platz für etwa 1.800 Besucherinnen und Besucher. In Spitzenzeiten arbeiten bis zu 150 Menschen gleichzeitig auf der Baustelle, insgesamt sind mehr als 50 Gewerke beteiligt.

Für den Bau werden große Mengen an Material eingesetzt – darunter etwa 8.200 Kubikmeter Beton, 450.000 Kilogramm Stahl und rund 1.400 Kubikmeter Holz. All das bildet die Grundlage für ein Theater, das für jahrzehntelangen Betrieb ausgelegt ist.

Besucherkomfort von Anfang an mitgedacht

Schon in der Planungsphase wird besonderes Augenmerk auf das Publikum gelegt. Neben guter Erreichbarkeit und klarer Besucherführung spielen auch Gastronomieangebote und ein reibungsloser Ablauf der Vorstellungen eine wichtige Rolle. Ziel ist ein ganzheitliches Erlebnis – vom Ankommen bis zum Verlassen des Hauses.

Barrierefreiheit als Standard

Ein zentrales Thema ist die Inklusion. Das Gebäude soll möglichst selbsterklärend funktionieren und keine Orientierungshürden schaffen. Barrierefreie Zugänge, gute Orientierungssysteme sowie Rückzugsräume für Menschen mit sensorischen Bedürfnissen sind Teil des Konzepts.

Auch hinter der Bühne werden neue Standards gesetzt: Backstage-Bereiche, die in vielen Theatern traditionell eng und schwer zugänglich sind, werden hier bewusst barrierefrei gestaltet.

Ticketverkauf ab Ende 2026 geplant

Wenn alles nach Plan läuft, soll der Ticket-Vorverkauf für die ersten Produktionen Ende 2026 starten. Dann könnte der Prater um eine weitere Attraktion reicher sein – diesmal nicht nur für Adrenalin-Fans, sondern auch für Musical- und Theaterliebhaber.

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Theater im Prater

©Dematerial

Theater im Prater

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Theater im Prater

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Matthias Prichzi

Matthias Prichzi_Geschäftsführer ATG Live GmbH auf der Baustelle des Theaters im Prater | ©FOTOFALLY

Baustelle Theater im Prater

©FOTOFALLY