U5: Verlängerung bis nach Hernals fixiert!

(C) Wiener Linien: So sieht die neue Streckenführung der U2 bzw U5 aus.

Seit 31. Mai 2021 ist die U2 teilgesperrt. Grund dafür sind neben der Modernisierung der U-Bahn-Strecke U2, auch die Bauarbeiten für Wiens neueste U-Bahn-Linie U5. Bund und Stadt haben sich nun über die weitere Finanzierung des Ausbaus der Wiener U-Bahn geeinigt – so soll die neue Linie die City mit Hernals verbinden. Im Zuge des Ausbaus wird man mit der U2 künftig vom Wienerberg die Seestadt erreichen.

Vom Karlsplatz nach Hernals

(C) Rendering „LINIENDESIGN U5 © ARGE YF Architekten ZT GmbH & Franz&Sue ZT GmbH“, Visualisierung „OLN – Office Le Nomade: So soll der U5 Bahnsteig Frankhplatz aussehen.

Die Verlängerung der neuen U5 bringt Wien noch näher zusammen. Vom Karlsplatz geht es künftig über das Rathaus zum Frankhplatz. Dieser Teilabschnitt der neuen Linie ist mit 2026 fertiggestellt. Die Züge der U5 fahren dabei vollautomatisch über die Schienen.

In der zweiten Baustufe wird die Strecke auf die Stationen Arne-Karlsson-Park, Michelbeuern-AKH, Elterleinplatz und Hernals erweitert. Statt der ursprünglichen Endstation „Elterleinplatz“ konnte mit der neu konzipierten Station „Hernals“ ein weiterer wichtiger Knotenpunkt erschlossen werden. Hier entsteht ein neuer Knotenpunkt zwischen U5 und S45.

Vom Wienerberg in die Seestadt

Nach der U2-Station Matzleinsdorfer Platz, die gerade errichtet wird, wird die U2 zukünftig zur Station Gußriegelstraße und zum Wienerberg verlängert. Die U2-Station Gußriegelstraße liegt in einem dicht besiedelten Wohngebiet und wird mit der Buslinie 7A verknüpft. Insgesamt erhält die Stadt Wien mit dem Ausbau der Wiener ÖffS elf Kilometer mehr U-Bahn. Zwölf neue Stationen sollen künftig den Verkehr entlasten und damit einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Jährlich sollen damit bis zu 75.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Das entspricht der Umweltleistung eines Waldes mit 6 Millionen Bäumen auf einer Fläche der gesamten Donaustadt.

6 Mrd. Euro für Öffi-Ausbau

(C) PID/Markus Wache: Stadtrat Peter Hanke (li.) und Bundesminister für Finanzen Gernot Blümel (re.) über den geplanten Ausbau der U2xU5.

Das Klimaschutz-Jahrhundertprojekt „U2xU5“ erhöht die Leistungsfähigkeit der Wiener Öffentlichen. Mehr als 300 Mio. zusätzliche Öffi-Nutzer und insgesamt 1,3 Mrd. Fahrgäste pro Jahr können dadurch die öffentlichen Verkehrsmittel Wiens nutzen. „Der weitere Ausbau des Linienkreuzes U2xU5 ist eine wichtige Optimierung des öffentlichen Verkehrs in der Bundeshauptstadt und wird viele Wienerinnen und Wiener entlasten. Mit der Kofinanzierung der U-Bahn nimmt der Bund seine Verantwortung wahr. Die Erwartungshaltung ist, dass dieses Großprojekt nicht nur ökologisch, sondern auch budgetär mehr Nachhaltigkeit bringt“, so Finanzminister Gernot Blümel.

Stadt und Bund einigten sich über die weitere Finanzierung des Mega-Projekts. Insgesamt sollen rund 6 Mrd. Euro in den Ausbau der U2 bzw. U5 investiert werden. Die kosten teilen sich Stadt und Bund jeweils zu 50%.

30.000 Arbeitsplätze

Der Ausbau des Streckennetzes sichert neben dem Erreichen der städtischen Klimaziele, auch viele Arbeitsplätze. „Alle Investitionen in öffentliche Verkehrsmittel sind eine kraftvolle Klimaschutzvorsorge mit direktem Mehrwert für die Wirtschaft. (…) Zusätzlich sichern die erste und zweite Baustufe von U2xU5 insgesamt rund 30.000 Arbeitsplätze“, unterstreicht Finanz- und Öffi-Stadtrat Peter Hanke.

Durch die neuen Stationen sollen weiters die Wiener Grätzel sowie Geschäftstraßen gestärkt werden.

Fahrplan

Der Vollbetrieb aller 12 Stationen ist zwischen 2032 und 2035 geplant. Mit dem Abschluss der ersten Baustufe wächst das Wiener U-Bahn-Netz um fünf Kilometer und sechs neue U-Bahn-Stationen. Ab 2026 soll die erste U5 zwischen Karlsplatz und Frankhplatz verkehren. Ab 2028 fährt die U2 zwischen der Seestadt und dem Matzleinsdorfer Platz.

Die zweiten Baustufe der U2xU5 erweitert das Netz nochmals um weitere sechs Kilometer bzw. sechs U-Bahn-Stationen. Die Inbetriebnahmen der Verlängerungen bis Hernals und Wienerberg werden aus heutiger Sicht zwischen 2032 und 2035 erfolgen.