Vienna Brands Talk: Medien machen Marken

Christian Pöttler, Roland Weißmann, Peter Hanke, Ralph Vallon, Sabrina Oswald, Thomas Krallinger | ©Katharina Schiffl

Das Podium „Medien machen Marken. Verantwortung für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft“ begründete eine spannende Diskussion mit top Speakern auf der Summerstage mit Wirtschafts- und Finanzstadtrat Peter Hanke, ORF Generaldirektor Roland Weißmann, Sabrina Oswald, GF Futura und stv. Spartenobmann WKW, Thomas Krallinger, GF mediaprint und Kurier sowie Christian Pöttler, GF Echomedienhaus. 

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Der Informationspflicht gerecht werden
Stadtrat Peter Hanke wies insbesondere darauf hin, dass die Information mit den vielen heute üblichen Kanälen eine kommunale Bringschuld der Stadt ist und diese professionell umgesetzt wird. Peter Hanke: „Das haben wir in der Pandemie gezeigt, wo das Informationsbedürfnis besonders hoch war und machen wir auch jetzt imit Themen der wirtschaftlichen Herausforderungen ausgelöst durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine.“ Weiterführend wies Stadtrat Hanke darauf hin, dass die Marke Wien und ihre Zielgruppenkommunikation entsprechend transportiert werden muss und „da greift es viel zu kurz nur die Inserate in den Mittelpunkt zu rücken, viel mehr wird eine Kommunikationsstrategie gefahren, die alle Kanäle bis zu Online und Social Media bedient.“ 

Den heimischen Werbemarkt im Fokus
Generaldirektor Roland Weißmann sah große Herausforderungen für den ORF, die es zu meistern gilt und verwies auf die Notwendigkeit, „einen österreichischen Werbemarkt zu unterstützen. Sonst machen es die anderen, was ja ohnehin die Konkurrenz von Google & Co zeigt.“ Christian Pöttler, der mit seinem Medienhaus über 50 Veranstaltungen und viele Medientitel im Jahr produziert, schlug in die gleiche Kerbe: „Nur wenn es uns gelingt den heimischen Werbemarkt zu erhalten, wird auch ein demokratiepolitisch notwendiger unabhängiger Journalismus Platz greifen. Dafür müssen wir sorgen und ich will auch hinzufügen, durch die Kleinheit unseres österreichischen Marktes brauchen wir ebenso die öffentliche Hand.“ Kurier Geschäftsführer und Mediaprintmanager Thomas Kralinger sah selbstredend den Printmarkt als entscheidend an, um ein Qualitätsmedium auch durch schwierigere Zeiten erfolgreich zu führen: „Es geht darum den LeserInnen glaubwürdige und vertrauenswürdige News zu präsentieren, die sich deutlich von manchen Fakenews abheben müssen. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass Tiktok, Facebook & Co keine Alternative zum Qualitätsjournalismus darstellt, unterstützen wir lieber unsere Medienlandschaft.“ Auch wenn Roland Weißmann dem nicht ganz zustimmen konnte, weil Tiktok von 0 auf 100 überraschend gut im ORF funktioniert, war auch für ihn der wichtige Homemarkt entscheidend. Von Moderator und Veranstalter Ralph Vallon auf die Erfolge von ORF III angesprochen, zeigte sich der ORF-General sehr zufrieden mit der Entwicklung, weil „in 10 Jahren die täglichen ZuseherInnen fast verzehnfacht werden konnten und die eine Million in Reichweite erscheint.“ 

Wien Products eine Erfolgsgeschichte
Sabrina Oswald brachte als Wirtschaftskammervertreterin Wien Products ins Gespräch, wo seit 25 Jahren erfolgreiche Markenbegleitung umgesetzt wird: „Kooperation als Erfolgsstory wurde und wird hier gelebt. Die Wirtschaftskammer unterstützt hier z.B. mit der Organisation von Auftritten und Messen rund um die Welt, so gerade dieser Tage in Tokyo. So entwickelt sich Wien Products selbst zur Dachmarke, die vielfach bekannt ist und einen Mehrwert darstellt.“ Auch die Diskussion zu „Machen nicht eventuell auch Marken Medien“ wurde von Sabrina Oswald thematisiert, was natürlich ebenso richtig ist. An diesem Abend konzentrierte sich die Vienna Brands allerdings auf den Schwerpunkt der Verantwortung von Medien zur Begleitung von Marken in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.