Ein heißer Sommertag. Ein Kind wird plötzlich schlapp, erbricht, wirkt benommen. Für Eltern zählt jetzt vor allem eines: Wo bekomme ich rasch Hilfe?
Die Antwort ist die Notfallambulanz im St. Anna Kinderspital (9. Bezirk). Sie ist rund um die Uhr geöffnet – und wird stark gebraucht: Rund 10.000 Besuche verzeichnete die Ambulanz allein im ersten Halbjahr 2026. Im Sommer sind es durchschnittlich 60 Notfallpatientinnen und -patienten pro Tag.
„Hitzschläge, Dehydratation und Magen-Darm-Infektionen nach Reisen führen im Sommer häufig zu akuten Problemen bei Kindern“, erklärt Dr.in Annelies Hawliczek, Co-Leiterin der Notfallambulanz.

Dringlichkeit entscheidet
In der Notfallambulanz entscheidet nicht die Reihenfolge des Eintreffens, sondern die medizinische Dringlichkeit. Mit dem Manchester-Triage-System wird unmittelbar eingeschätzt, wie schnell ein Kind ärztlich gesehen werden muss. Rund 39 Prozent der Fälle benötigen eine besonders rasche Begutachtung.
Die Ambulanz ist damit eine wichtige Schnittstelle zwischen Rettungsdienst, niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten und stationärer Versorgung – besonders an Wochenenden, in Urlaubszeiten und während saisonaler Spitzen.

Warnzeichen ernst nehmen
Ungewöhnliche Müdigkeit, Benommenheit oder Erbrechen können Warnzeichen sein. Bei Unsicherheit hilft die telefonische Gesundheitsberatung 1450 bei der ersten Einschätzung.
Denn am besten ist ein Notfall, der gar keiner wird. Wenn es aber akut wird, muss Hilfe da sein. 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche.

