Wo „Alles Gurgelt“ zu Hause ist

Das Areal des Otto-Wagner-Spitals blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, seit es im Jahr 1907 den Betrieb aufnahm. Die Einrichtung auf der Baumgartner Höhe hatte neben dunklen Geschichtskapiteln auch eine wichtige Funktion als Lungenheilanstalt und als Zentrum der Psychiatrie.

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Wichtiges Labor

Heute befindet sich dort die Klinik Penzing, in naher ­Zukunft wird die Central ­European University ihren Campus eröffnen. Durch die größte Gesundheitskrise der jüngeren Geschichte gibt es seit einem guten halben Jahr eine weitere wichtige Insti­tution auf dem Gelände: das Lifebrain-Labor für Covid-19.

Seit Mitte Dezember 2020 werden die Pavillons 16 und 17 intensiv genutzt. Rund 45 Millionen Euro wurden in das Labor investiert. In mehreren Stationen werden die Proben nach neuesten wissenschaft­lichen Standards und mit ­modernster Technologie abge­wickelt und analysiert.

Alles Gurgelt!

Allein in Wien hat das Life­brain-Labor bis Mitte Juli 4,5 Millionen PCR-Proben für das „Alles gurgelt!“-Projekt von Stadt und Wirtschaftskammer analysiert. Zuletzt war Lifebrain dabei, die Analyse­kapazität auf 500.000 PCR-Proben pro Tag auszuweiten. Zusätzlich bietet die Firma auch hochkomplexe Sequenzierungen zur Entschlüsselung des Erbguts des Virus an und ermöglicht damit die Identifikation unterschiedlicher Mutationen.

650 Mitarbeiter

Bei einem Lokalaugenschein Mitte Juli machte sich Bezirksvorsteherin Michaela Schüchner ein Bild von der Arbeit des Labors. Gemeinsam mit Lifebrain-Geschäftsführer Michael Havel und seinem Team wurde die Reise einer Probe von der Ankunft bis zum Testergebnis erklärt. Nach der Entpackung durchlaufen die Röhrchen mehrere Stationen, in denen sie aufbereitet werden, um mithilfe von DNA-Analyse ein Ergebnis zu ermitteln. Über 650 Mit­arbeiter sorgen für den reibungslosen und ­sicheren Ablauf.