Der Tod der vielfach ausgezeichneten österreichischen Schriftstellerin Monika Helfer erschüttert die heimische Literaturszene. Die Autorin starb laut Hanser Verlag am 2. August nach einem Sturz überraschend.
Mit ihren Romanen, Erzählungen und Kinderbüchern prägte sie über Jahrzehnte die österreichische Gegenwartsliteratur und begeisterte mit ihrer klaren, eindringlichen Sprache ein breites Publikum.
Erfolgreiche Familiengeschichten
Einer großen Leserschaft wurde Monika Helfer mit dem Bestseller „Die Bagage“ bekannt. Der Roman erzählt die Geschichte ihrer Großeltern und ihrer Mutter und wurde zum gefeierten Publikumserfolg. Es folgten „Vati“ und „Löwenherz“, mit denen sie ihre autofiktionale Familientrilogie vollendete. Auch ihre späteren Werke wie „Die Jungfrau“, „Der Bücherfreund“ oder „Wer bist du“ zeugen von ihrem feinen Gespür für zwischenmenschliche Beziehungen und der besonderen Perspektive auf Familie und Kindheit. Für ihr literarisches Schaffen wurde Helfer vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse.
Wien verliert eine geschätzte Stimme
Auch in Wien hinterlässt Monika Helfer eine große Lücke. Sie war eine der 27 Autorinnen des heurigen Aktionsbuches von „EineSTADT.EinBUCH“, in dem ihre Erzählung „Die Ruferin“ veröffentlicht wurde. Außerdem war sie heuer Gast beim Literaturevent „Rund um die Burg“ und unterstützte wiederholt den Österreichischen Vorlesetag. Ihr Verleger Jo Lendle würdigte sie mit den Worten:
„Monika Helfer hat mit ihrer geraden, klaren, wahrhaftigen Literatur die Welt lebendiger gemacht. Mit ihrem Tod verlieren wir Schönheit.“
Bleibendes literarisches Vermächtnis
Monika Helfer hinterlässt ein beeindruckendes Werk, das weit über Österreich hinaus geschätzt wird. Ihre Romane und Erzählungen bestechen durch eine klare Sprache, große emotionale Tiefe und eine außergewöhnliche Beobachtungsgabe. Wer ihr Werk neu entdecken oder wieder zur Hand nehmen möchte, dem sei besonders die Erzählung „Der Bücherfreund“ empfohlen – eine berührende Hommage an die Liebe ihres Vaters zu seinen Büchern.

