Drohnen im Urlaub: Worauf man achten sollte!

Nicht überall sind Drohnen gerne gesehen © Unsplash/Josh Sorenson

Sommerzeit ist Reisezeit! Und natürlich möchte man auf Social Media zeigen, wie schön der Urlaub ist. Immer öfter kommen dafür auch Drohnen zum Einsatz. Aber Achtung! Nicht überall sind Drohnen eine gern gesehene Urlaubsbegleitung. skyzr, der österreichische Drohnenexperte, gibt Tipps, worauf man achten sollte, um empfindliche Strafen und hohe Kosten zu vermeiden.

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Badehose, kleines Schwesterlein und Drohne – schon kann der Urlaub losgehen und der Sommer in vollen Zügen genossen werden. Smartphones sorgen dafür, dass man von Verwandten und Freunden tausende „einzigartige“ Bilder von Möwen, Sonnenauf- und -untergängen sieht. Wer aus der Masse herausstechen möchte, setzt auf kleine handliche Kameradrohnen. Einsteigermodelle bis 250g – und somit für den privaten Gebrauch mehr als nur ausreichend – gibt es zur Genüge.

„Mittlerweile kostet eine top ausgestattete Kameradrohne weniger als eine brauchbare Digitalkamera und sorgt für spektakuläre Bilder aus der Luft“, weiß Markus Bardach, Geschäftsführer von skyzr. Um allfällige Strafen zu vermeiden und das Urlaubsbudget nicht unnötig zu belasten, hat skyzr Tipps zum richtigen Umgang mit Drohnen im Ausland:

Tipp 1: Drohnenversicherung überprüfen

Wer eine Drohne besitzt und mit dieser fliegt, muss auch eine Drohnenversicherung abschließen. Vor dem Urlaub empfiehlt es sich zu kontrollieren, ob der Deckungsbereich auch das Urlaubsland umschließt. Im Schadensfall können ohne gültige Versicherung hohe Kosten entstehen! „Vor dem Urlaub sollte man sicherheitshalber beim Versicherungsunternehmen nachfragen. Sollte kein Schutz im Ausland inkludiert sein, empfiehlt es sich einen Anbieterwechsel zu vollziehen“, so Bardach.

Tipp 2: Drohnen im Flugzeug

Um Probleme am Flughafen zu vermeiden, sollte man vorab die Bestimmungen der Fluglinie überprüfen. „Wir empfehlen die Mitnahme der Drohne und der zugehörigen Akkus im Handgepäck, um Schäden durch den unsachgemäßen Umgang mit dem Aufgabegebäck zu verhindern. Die Propeller der Drohne können abmontiert und ohne Weiteres im Aufgabegepäck verstaut werden. Viele Fluglinien wollen keine einsatzbereiten Drohnen in der Kabine haben“, so Bardach.

Markus Bardach weiß um den richtigen Umgang mit Drohnen © Photo Simonis

Tipp 3: Landesspezifische Gesetze und Regeln beachten

Seit 2021 gelten grundsätzlich in der gesamten EU dieselben Regeln zum Gebrauch von Drohnen. Dennoch kann es zu länderspezifischen Unterschieden und regionalen Verschärfungen kommen. „Nicht zu selten kommt es vor, dass Naturschutzgebiete den Einsatz von Drohnen vollständig untersagen“, warnt Bardach. Bei Zuwiderhandeln drohen oft hohe Strafen oder die Abnahme der Drohne. „Wir empfehlen daher, sich vorab schon bei den jeweiligen Tourismusbehörden zu erkundigen und vor Ort auf Hinweisschilder zu achten.“

Tipp 4: Privatsphäre achten

Bilder aus der Luft vergrößern unweigerlich das Motiv. Da passiert es schnell, dass auch Personen auf Fotos und Videos sind, die das vielleicht gar nicht wollen. skyzr empfiehlt daher darauf zu achten, Privatgrundstücke oder viel besuchte Plätze wie Strände und Sehenswürdigkeiten mit der Drohne zu meiden. „Überall wo Menschen zusammenkommen, gilt es Rücksicht zu nehmen. Einerseits stößt man so niemanden vor den Kopf und verhindert Diskussionen, andererseits geht man auch kein Sicherheitsrisiko ein.“

Tipp 5: Sicher fliegen in unbekanntem Gelände

Gerade in Küstengegenden können starke Winde auftreten, die das Flugverhalten der Drohne beeinflussen oder gar stören können. skyzr empfiehlt daher nur bei konstanten und guten Bedingungen zu fliegen, um Unfälle zu vermeiden. „Es verhält sich wie mit dem normalen Autofahren auf unbekannten Straßen. Besonderes Terrain erfordert besondere Vorsicht, um Zwischenfälle sowie Schäden an Personen oder Sachen zu vermeiden.“

Mehr Informationen unter skyzr.com