Transparenz im Taxi: QR-Code mit Feedback-Funktion

Markus Ornig, Wirtschaftssprecher der NEOS, Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke und Walter Ruck, Präsident der WK Wien, präsentieren die neuen QR-Codes und Info-Karten mit Fahrgastrechten für Wiens Taxis. © WK Wien / Florian Wieser

Seit 1. Juli müssen alle Wiener Taxis Informationen zu den Fahrgastrechten und den Pflichten der Lenker mitführen. Verpflichtende QR-Codes erlauben es den Kunden zusätzlich, online ein Feedback und eine Bewertung abzugeben.

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Von jedem Sitzplatz aus müssen gut sichtbar eine Info-Karte und ein QR-Code angebracht sein, die individuell für jedes einzelne der rund 7.000 Wiener Taxis gestaltet sind. Mit der Info-Karte können Fahrgäste den Namen des Taxi-Unternehmens, das Fahrzeugmodell und das Kennzeichen überprüfen und sichergehen, dass sie mit einem konzessionierten Wiener Taxi unterwegs sind.

Bewertung mit Sternen und Kritik

Darüber hinaus wurde ein neues Bewertungssystem eingeführt. Wer den QR-Code scannt, kann für die Fahrt, den Fahrer und das Fahrzeug ein bis fünf Sterne vergeben. Wenn man eine dieser drei Fragen mit nur einem oder zwei Sternen bewertet, erhält man zusätzlich die Möglichkeit mit Mehrfachantworten anzugeben, wieso man unzufrieden war. Bis zu diesem Punkt ist die Bewertung anonym.

Beschwerden werden untersucht

Wer möchte, dass die Beschwerdekommission der Fachgruppe einen etwaigen Vorfall genauer unter die Lupe nimmt, muss seinen Klarnamen und eine gültige E-Mail-Adresse angeben. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Fotos zu Dokumentationszwecken hochzuladen. Neben dem QR-Code kann aber auch weiterhin Feedback über www.taxifeedback.at abgegeben werden. Die Gesamtbewertung eines Taxis ist allerdings nicht öffentlich einsehbar.

Beitrag zum Konsumentenschutz

Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke: „Der neue verpflichtende QR-Code in den Taxis stellt einen wichtigen Beitrag zu Konsumentenschutz und -transparenz dar, von dem auch die gesamte Branche profitiert“. „Darüber kann die Fahrt bewertet werden – und so die Qualität unmittelbar gesteigert werden“, ergänzt Walter Ruck, Präsident der WK Wien. „Indem wir für Fahrgäste die Möglichkeit schaffen, direkt Feedback zu geben, fördern wir nicht nur die Kundenzufriedenheit, sondern stärken auch das Vertrauen in die Taxidienste“, betont NEOS Wien Wirtschaftssprecher Markus Ornig.

Die Sieben Fahrgastrechte

Die Info-Karten sowie alle Informationen hinter dem QR-Code sind in deutscher und englischer Sprache verfasst. Die sieben relevantesten Fahrgastrechte lauten:

  1. Sie sehen den Namen des Unternehmens, die Adresse, das KFZ-Kennzeichen und den Taxilenkerausweis am Armaturenbrett.
  2. Bei der Bezahlung erhalten Sie ohne Aufforderung eine Rechnung. Diese muss folgende Angaben enthalten: Wegstrecke in Kilometern, Fahrpreis, Datum, Kennzeichen, Name und Standort des Unternehmens, Kenn-Nummer zur Identifizierung des Taxi-Fahrers.
  3. Sie können immer mit Bankomatkarte zahlen.
  4. Es gilt die Beförderungspflicht: Das Taxi muss Sie an Ihr Ziel bringen, außer Sie rauchen im Fahrzeug oder wirken aggressiv oder gefährlich.
  5. Das Taxi muss immer den schnellsten Weg nehmen, außer Sie wollen eine andere Strecke fahren. Sie können verlangen, dass ein Navigationsgerät verwendet wird.
  6. Der Taxifahrer muss Ihnen beim Ein- und Ausladen von Gepäck sowie, wenn nötig, beim Ein- und Aussteigen helfen.
  7. Die Sitzplätze, der Fußraum und der Kofferraum des Fahrzeugs müssen frei für Sie sein.