Der 16. Bezirk will die heftige Tauben-Invasion durch illegale Fütterung bekämpfen. Ein Taubenschlag bei der U3-Endstelle soll helfen.
150 Tauben finden im neuen mobilen Taubenschlag bei der U-Bahn-Station Ottakring Platz. Dort gibt es Futter, Wasser und geschützte Nistplätze – und für die Stadt einen neuen Ansatz, um Taubenbestand und Verschmutzungen besser in den Griff zu bekommen.

Denn wer rund um die U-Bahn-Station unterwegs ist, kennt das Bild: Tauben suchen zwischen Menschen, Verkehr und Häusern nach Futter und geeigneten Nistplätzen. Jetzt bekommen die Tiere dort ein eigenes Zuhause. Ab sofort steht in Ottakring ein neuer, rund drei Meter hoher und ebenso breiter mobiler Taubenschlag.

Futter, Wasser – und ein eigener Brutplatz
Statt auf Straßen und Plätzen nach Nahrung und Nischen zu suchen, sollen die Tauben im Schlag einen geschützten Rückzugsort finden. Dort gibt es artgerechtes Futter und Wasser, dazu Regale mit Holzverblendungen als Nist- und Brutplätze.
Doch das Tauben-Haus hat noch eine zweite Funktion: Es soll den Bestand kontrollieren. Die gelegten Taubeneier werden regelmäßig gegen Ei-Attrappen ausgetauscht. So kann die Zahl der Tiere langfristig kontrolliert werden, ohne die Tauben zu töten.
Betreut wird die Anlage vom Wildtierservice Wien. Die Mitarbeiter kümmern sich um die Tiere und führen den Eiaustausch nach wissenschaftlichen Standards durch. „Der neue mobile Taubenschlag verbessert die Betreuung der Tiere vor Ort und ermöglicht gleichzeitig eine kontrollierte Regulierung des Taubenbestands“, sagt Tierschutzstadtrat Jürgen Czernohorszky.
Ein lange erwarteter Schritt
Auch im Bezirk ist die Freude groß. Bezirksvorsteherin Stefanie Lamp verweist darauf, dass das Thema Tauben viele Ottakringer schon seit längerer Zeit beschäftigt. „Damit setzen wir einen wichtigen Schritt für mehr Tierwohl und gleichzeitig für ein sauberes und gutes Miteinander im öffentlichen Raum“, so Lamp.


