Unser beneidenswerter Sommer

Advertorial

Von der Redaktion empfohlen

Um die raumgreifende Hitze hat uns in diesem Sommer niemand beneidet. Glücklich, wem an Strand, See- oder Flussufer Kühlung widerfahren ist. Doch selbst bei abkühlungsmäßig privilegierten Mitbürgern habe ich in diesem Sommer Emotionen wahrgenommen, die man umgangssprachlich mit „Neid“ beschreibt.

Zwei bisher unterschätzte Kategorien Neid waren (für mich) erkennbar. Erstens: der Internet-Neid. Äußert sich durch hektisches Gefummle von nahe stehenden Personen auf deren Smartphones, sobald erkennbar ist, dass ICH über Internet verfüge (was wiederum daran zu erkennen ist, dass ich konzentriert am Handy meine Mails abarbeite). Typische Mann-Frau-Konversation in solchen Fällen: „Hast du Internet?“ (= Mann). „Mhm“ (= Frau). „Warum? Ich hab keines!“ (= raten Sie mal?).

Die Frau erklärt dem Mann dann geduldig, dass man ein Passwort braucht, das auf Rückfrage ausgehändigt wird, dass man dieses Passwort eingibt und – schwupps – im Internet ist. Dann verrät die Frau dem Mann das betreffende Passwort, hilft ihm beim Eintippen, nachdem er sich dreimal vertippt hat („Bei mir funktioniert das nicht!“), und vermisst ein DANKE!

Umgekehrt verhält es sich mit dem WASSERNEID. Erkennbar durch großzügiges Saugen des Mannes an einer begehrten (weil einzigen) Wasserflasche auf einem Boot. Kurz vor Schluss (1 cm Wasser Inhalt) wird die Flasche der Frau gereicht. Ich bekenne: Bin eine widerliche, wasserneidische Person und werde dafür später in der Hölle schmoren müssen (aber schlimmer kann die Hitze dort auch nicht sein!).

- Anzeige -
- Anzeige -

Neueste Beiträge

Meistgelesen