Zwanzig Jahre nach „Der Teufel trägt Prada“ läuft nun die Fortsetzung des Kultfilms in den Kinos. Die boshaft gute Meryl Streep spielt – erneut – Chefredakteurin Miranda Priestly, deren Gedanken 24/7 um die Modezeitschrift „Runway“ kreisen, und das fordert sie auch von ihren Mitarbeiter:innen. Wer für Miranda arbeitet, hat nichts zu lachen.
Anders als Anna Wintour, jahrzehntelange Chefin der US-Vogue und bis heute eine der mächtigsten Frauen der Modewelt – sie soll bereits 2006, als der Film in die Kinos kam, schallend über ihren Vergleich mit Miranda gelacht haben.
Geschrieben hat das Drehbuch übrigens Lauren Weisberger, eine frühere Assistentin Wintours, die stets betonte, es handle sich um eine frei erfundene Erzählung. Vermutlich aus Angst, mit den spitzen Prada-Heels ihrer Ex-Chefin wegen Nestbeschmutzung gekillt zu werden.
Ist der Film sehenswert? Kommt darauf an, ob Sie Märchen lieben und sich von einer Art Disneywelt kurzfristig verzaubern lassen möchten – oder ob Sie mehr der realistische Typ sind.
Mit dem wahren Leben hat der Film nämlich null zu tun, nicht einmal Meryl Streep, die im zweiten Teil des Filmes aufgrund auffrischender Gesichtsbehandlungen jünger aussieht als im ersten Teil, wirkt echt.
Und gerade deshalb würde ich einen Kinoabend, allein oder mit Freundinnen, empfehlen. Im echten Leben trägt der Teufel nämlich Pampers und führt sich noch viel unberechenbarer als Miranda auf. Also auf zur kleinen Auszeit ins Mode-Märchenland!


