Wetter hilft den Insekten

Gefahr für Allergiker: Bienen & Wespen im Vormarsch

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Sommer und Sonne bringen Lebensfreude – aber auch Insekten sind aktiv. Experten sprechen von einem guten Bienenjahr und erwarten zudem einen starken Wespen-Sommer.

Falls die nächsten Wochen ebenso warm und trocken bleiben, ist mit vermehrten Wespen zu rechnen. Für Allergiker bedeutet das besondere Vorsicht: Schon ein Stich kann schwere, mitunter lebensbedrohliche Reaktionen auslösen. So gefährlich das ist, so gut ist sie durch eine Allergie-Immuntherapie behandelbar. Notfall-Adrenalin ist das wichtigste Notfallmedikament.

Viele Honig-Bienen

Für Honigbienen begann das Jahr vielversprechend. Die Winterverluste lagen unter dem langjährigen Durchschnitt, zudem sorgte eine besonders üppige Pflanzenblüte für ein reichhaltiges Nahrungsangebot. Der warme Frühling erlaubt es überwinternden Königinnen, früher mit Nestbau und Eiablage zu beginnen.

Bienen sind sehr nützlich (© Pixabay).
Bienen sind sehr nützlich (© Pixabay).

Wespen könnten ausschwärmen

Wespen profitieren von warmen und trockenen Bedingungen. Ob sich daraus heuer tatsächlich ein ausgeprägtes „Wespenjahr“ entwickelt, hängt wesentlich vom weiteren Wetterverlauf ab. „Wird es warm und eher trocken, kann genug Nahrung für die Aufzucht der Larven in das Nest eingetragen werden”, so Biologie-Experte Gernot Kunz.

Allergiker müssen aufpassen

Für mehr als 300.000 Landsleute ist der Sommer eine Zeit erhöhter Vorsicht. Sie sind allergisch gegen Bienen- oder Wespengift. Bereits ein Stich kann zum Verhängnis werden. „Wird ein normal empfindlicher Mensch von einer Biene oder Wespe gestochen, bildet sich durch die Wirkung des Giftes rund um die Stichstelle eine gerötete Schwellung, die mehr oder weniger stark schmerzt oder juckt. Die Schwellung klingt normalerweise innerhalb von 24 Stunden wieder ab“, so Professor Gunter Sturm vom Allergieambulatorium Reumannplatz.

Atemnot oder Herzrasen

„Gefährlich wird es, wenn die allergische Reaktion den ganzen Körper erfasst und es zusätzlich zu Schwellungen im Gesicht oder Hals, Atemnot, Schwindel, Herzrasen oder Kreislaufproblemen kommt”, so Sturm. Im schlimmsten Fall kann diese Situation lebensbedrohlich sein. Die einzige Behandlungsmethode, die direkt an der Ursache der Allergie ansetzt, ist die allergen-spezifische Immuntherapie (AIT).

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