Wer geglaubt hat, dass unsere Unter-20-Jährigen auto- und führerscheinmüde wären, der irrt. Für 93 Prozent ist der Deckel Pflicht.
Gerade in der Stadt wird oft davon geredet, dass man keinen Führerschein mehr brauche. 80 bis 90 Prozent der Stadt seinen sehr gut angebunden, mit Öffis und Taxis würde man spielend zurechtkommen. Das mag die eine Seite der Medaille sein.
Zweidrittel haben Deckel
Die andere ist das Ergebnis einer Umfrage, die das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) durchgeführt hat. 9.078 Österreicher im Alter von 16 bis 24 Jahren wurden befragt. Das glasklare Ergebnis: Ein Pkw-Führerschein hat auch 2026 eine sehr hohe Bedeutung: 67 Prozent haben bereits einen und 26 Prozent wollen einen machen.
Auch viele Zweirad-Fans
Einen Führerschein für das Motorrad haben derzeit 11 Prozent und 33 Prozent wollen noch einen machen. Zehn Prozent streben einen Lkw-Führerschein an. Zugleich glauben viele, dass Autos mit Verbrennungsmotoren in den nächsten fünf bis zehn Jahren an Bedeutung verlieren werden, während die Bedeutung der Öffis steigt.
Alarm um Handy-Nachrichten
Weitere, alarmierende Details der Umfrage: 14 Prozent gaben an, während des Lenkens eines Fahrzeugs bereits Textnachrichten am Handy geschrieben zu haben. Relativ viele sind auch schon unter Drogen- oder Alkoholeinfluss gefahren.
Vielleicht auch eine Erklärung dafür, dass im Vorjahr 9.078 Personen im Alter von 16 bis 24 Jahren im Straßenverkehr verletzt und 35 getötet wurden.
Helmpflicht gefordert
Interessant die Meinung der Jugend zur Helmpflicht. Die seit 1. Mai 2026 geltende Helmpflicht bei E-Bikes (bis 14 Jahre) und E-Scootern (bis 16 Jahre) halten 56 Prozent für richtig. 33 Prozent sind allerdings der Ansicht, dass auch Erwachsene einen Helm tragen sollten.


