Der erste Durchbruch ist geschafft. Der “Verein gegen Tierfabriken” freut sich über den Baustart und möchte weiterhin “dranbleiben”.
Seit zehn Jahren setzt sich der VGT für bessere Schutzbedingungen der Amphibien in Hernals an der Grenze zu Penzing ein. Immer wieder wurde darauf hingewiesen, dass auf Höhe Schottenhof, wo es bereits einen Tunnel gab, dringend weitere Maßnahmen notwendig sind, weil jedes Jahr tausende Tiere in diesem Wienerwald-Abschnitt überfahren werden.
Nun ist es soweit
Seit sieben Jahren betreut die Initiative mit knapp 100 freiwilligen Helfern die Strecke zwischen Hanslteich und Marswiese, hat tausende streng geschützte Frösche, Kröten und Molche vor dem Überfahren gerettet. Diese Woche haben die Bauarbeiten für das Tunnelleitsystem, das nicht nur Amphibien, sondern auch vielen Kleinsäugern und Reptilien das Leben retten wird, begonnen.
Bis August wird gebaut
Bis August soll der Abschnitt am Schottenhof fertiggestellt werden, danach folgt in einer 2. Bauphase der Abschnitt am Hanslteich. Finanziert wird das Projekt durch die Bezirke Penzing und Hernals, wobei der größere Teil in Hernals liegt.
Freude beim Verein
Projektleiterin Heidi Lacroix war am Freitag vor Ort, um den Fortschritt der Bauarbeiten zu begutachten: „Wir danken der Stadt Wien – Umweltschutz und den Bezirksvorstehungen Hernals und Penzing, mit deren Hilfe dieses wichtige Projekt nun endlich umgesetzt werden kann. Die politische Vertretung zeigt hier vor, wie verantwortungsbewusster Tier- und Artenschutz funktionieren muss.”
Antwort für Kritiker
Lacroix möchte aber auch nicht verhehlen: “Den Kritikern des Projekts sei gesagt, dass es einerseits eine gesetzliche Verpflichtung zum Erhalt geschützter Arten gibt. Andererseits müssen wir uns die Frage stellen, was uns als Menschheit die Rettung von Arten, die akut vom Aussterben bedroht sind, wert ist. Schreitet das Artensterben weiter ungebremst voran, droht der Kollaps des kompletten Ökosystems.”

