Drei Bezirke setzen auf den „Masterplan Gehen“

(C) Schedl Ludwig: Die Bezirke Ottakring, Neubau und Josefstadt möchten mehr Platz für Fußgänger schaffen. Im Bild: Die umgestaltete Thaliastraße.
(C) Schedl Ludwig: Die Bezirke Ottakring, Neubau und Josefstadt möchten mehr Platz für Fußgänger schaffen. Im Bild: Die umgestaltete Thaliastraße.

Wien ist eine Stadt zum Zu-Fuß-Gehen. Mehr als ein Drittel aller Wege erledigen die Wienerinnen und Wiener zu Fuß. Kein Wunder, denn wer auf den eigenen Beinen sich bewegt, schon das Klima und wirkt tut Gutes für Körper und Seele. Um ihre Bezirke fußgängerfreundlicher zu Gestalten, nun die Bezirke Neubau, Josefstadt und Ottakring auf die „Masterpläne Gehen“.

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Ersten Drei

Der 7., 8., und 16. Bezirk möchten in den nächsten Jahren das Fußwegenetz verbessern, etwa durch breitere Gehsteige, Sitzmöglichkeiten oder verbesserte Verkehrssicherheit. Jedes Jahr soll künftig mit konkreten Baumaßnahmen das Fußwegenetz verbessert werden. Bereits im Jahr 2022 werden die ersten Projekte umgesetzt.

“Im Rahmen des Programms ‚Lebenswerte Klimamusterstadt‘ fördern wir als Stadt Begrünungen, Baumpflanzungen und Errichtung von Trinkbrunnen in den Bezirken (…) Die ‚Masterpläne Gehen‘ ergänzen diese Maßnahmen auf sinnvolle Weise und tragen dazu bei, die Stadt den Menschen sozusagen wieder zurückzugeben.“, so Mobilitätsstadträtin Ulli Sima.

Weitere Folgen

Die „Masterpläne Gehen“ ermöglichen es den Bezirken, im Rahmen von „klimaaktiv mobil“ finanzielle Mittel des Klimaministeriums für die Errichtung von Fußgängerzonen, Wohnstraßen, breiten, gepflasterten Gehsteigen und anderen Maßnahmen zur Verbesserung des Zu-Fuß-Gehens zu erhalten. Die Fachdienststellen der Stadt Wien „MA18 – Stadtentwicklung und Stadtplanung“ und „MA28 – Straßenverwaltung und Straßenbau“ sowie die Mobilitätsagentur Wien unterstützen die Bezirke beim Erstellen von Masterplänen und bei der Fördereinreichung.

Favoriten, Meidling und Rudolfsheim-Fünfhaus werden noch in diesem Jahr ihre Masterpläne zum Zu-Fuß-Gehen fertigstellen.

Ottakringer Pläne

„Ottakring hat bereits in den letzten Jahren zahlreiche Gassen Fußgeher freundlich gestaltet und hohe Aufmerksamkeit auf zusätzliches Grün und die Sicherheit gelegt,“ so Franz Prokop, der Ottakringer Bezirksvorsteher. Der Bezirk gestaltete die Thaliastraße zum ersten Klimaboulevard der Stadt um – das WIENER BEZIRKSBLATT berichtete. „Nun soll vor der Volksschule Grubergasse ein autofreier Schulvorplatz entstehen. Die Schulwege im Bezirk werden systematisch sicherer gemacht – etwa durch bessere Sichtbeziehungen im Kreuzungsbereich und reflektierende Warnschilder.“ so Prokop.

Neubauer Pläne

Bereits heuer sollen die Bernardgasse, Burggasse, Zieglergasse, Bandgasse und Lerchenfelderstraße im 7. Bezirk verbessert werden. „Mit diesen Maßnahmen schaffen wir spürbar mehr Platz für Fußgängerinnen und -gänger, erhöhen die Sicherheit für unsere Kinder und pflanzen zahlreiche Bäume. (…) Mit einer Kampagne zu grüner Citylogistik möchten wir dem zunehmenden Parken von Lieferwägen auf Gehsteigen ein Ende bereiten.“ erklärt Markus Reiter, Bezirksvorsteher von Neubau

Pläne der Josefstadt

„Vor dem Bildungsgrätzl Pfeilgasse wird aus einem asphaltierten Parkplatz ein begrünter Freiraum zum Lernen und Spielen,“ so Bezirksvorsteher der Josefstadt, Martin Fabisch. Neben Sitzgelegenheiten, sollen hier Bäume und Wasserspiele für Akühlung im Sommer sorgen. Auch die Krotenthallergasse und die Schönborngasse sollen grüner werden.