Wien wird WOW: Siegerprojekte stehen fest

(C) MA19/Christian Fürthner

Beim großen Ideenwettbewerb für ein begrüntes Wien wurden mehr als 500 Projekte eingereicht. Gefragt waren innovative Ideen zur Stadtbegrünung auf Flächen, auf denen es aufgrund von Wasserrohren, Fernwärmenetzen oder U-Bahn-Schächten nicht möglich ist, einfach Bäume zu pflanzen. Bis zum 30. Mai konnten alle Wienerinnen und Wiener am Online-Voting teilnehmen. Parallel zum E-Voting sichtete und prüfte eine fachkundige Jury alle Projekte zu Ihrer Umsetzbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Einfallsreichtum.

Reges Interesse am Voting

Am Voting haben sich rund 15.000 Wienerinnen und Wiener beteiligt. Vom Erfolg von „Wienwirdwow“ zeigt sich die Planungsstadträtin Ulli Sima überzeugt: „Vielen Dank an alle, die sich an unserem Wettbewerb beteiligt haben und herzlichen Glückwunsch an die Gewinnerinnen und Gewinner. Es sind so viele großartige und phantasievolle Ideen dabei und ich freue mich auf die Umsetzung. Der Wettbewerb zeigt, dass den Wienerinnen und Wienern die Begrünung ihrer Stadt ein großes Anliegen ist. Dies ist für uns ein klarer Auftrag gemäß unserem Motto „Raus aus dem Asphalt“ für noch mehr Begrünungsmaßnahmen auf Straßen und Plätzen.“

Die Gewinnerprojekte sind einfallsreich und vielfältig. Der Ideenreichtum der prämierten „Wien wird WOW“-Vorschläge reicht vom Seestädter Hopfenanbau über Nachnutzung der Schupfenboxen bis hin zum Mini-Urwald. Derzeit prüft die Stadt Wien wie die Projekte konkret umgesetzt werden können. Die Umsetzung soll alsbald folgen. Alle eingereichten Projekte werden jedenfalls nochmal von den zuständigen Dienststellen geprüft und mit den Bezirken durchbesprochen. Denn neben die vielen Ideen der Wienerinnen und Wienern sollen in weitere Planungen für Wiens Straßen und Plätze einfließen.

Die Gewinnerprojekte

Hopfen für die Seestadt

In der Kategorie „Asphaltierte Flächen und Straßen“ wurde das Projekt „„Begrünung Seestadt U-Bahnstation-Vorplatz“ – Hopfen für das Seestädter Craft Beer“ prämiert. Der Vorplatz zählt zu einem Hitze-Hot-Spot und soll durch schnellwachsenden Hopfen begrünt und dadurch abgekühlt werden. Der angepflanzte Hopfen soll weiters einem zukünftiges Seestädter Craft-Beer als Grundlage dienen. Die Gewinne aus dem Verkaufs sollen für weiteren Begrünungsmaßnahmen in der Seestadt zugutekommen.

Schnupfenboxen

(C) Stadt Wien: Sieger-Projekt „Schnupfenboxen zu Freiflächen“ – Platz für Begrünung und Aufenthalt sichern

Die Standorte der Schnupfen- und Impfboxen sollen nachgenutzt werden. Das Projekt sieht dauerhafte Begrünungsmaßnahmen an den Plätzen vor, die das Mikroklima in den Grätzeln aufbessern sollen.

Neue Normaliät mit mehr Grünflächen in Margareten

(C) Stadt Wien: Sieger-Projekt „Die neue Normalität“

Unter dem Titel „Die neue Normalität“ sollen in Margareten mehr Grünflächen statt grauem Asphalt das Straßenbild prägen. Die Idee sieht für die Schönbrunnerstraße/Strobachgasse eine Entsiegelung vor. Der Platz ist derzeit von drei großen Platanen geprägt und soll sich mit neuem Rasen und Hochbeeten zu grünen Oase im Grätzel verwandeln.

Mini-Urwald

(C) Stadt Wien: Sieger-Projekt „Der Asperner Urwaldzylinder“

Auf 200m2 soll ein neuer Urwald entstehen. Innerhalb von zwei Jahrzehnten soll ein Asperner Urwald mit 600 Bäumen heranwachsen. Mehr als 25 unterschiedlichen Baumarten sorgen für die notwendige Biodiversität heranwachsen. Die Lage des Urwaldes könnte sich im Eingangsbereich zum künftigen Stadtteil „Erzherzog-Karl-Straße Süd“ befinden und ist damit in unmittelbarer Nähe zur neuen Volks-und Mittelschule in der Langobardenstraße, die sich derzeit gerade im Bau befindet.