Er schlief, sie stach zu

Panik: 79-Jähriger flüchtet vor Ehefrau auf Polizeiwache

Advertorial

Von der Redaktion empfohlen

WIEN-SIMMERING. Es sind Szenen wie aus einem Kriminalfilm, die sich am Mittwochmorgen mitten im Wiener Bezirk Simmering abgespielt haben. Am 1. Juli 2026 trauten die Beamten der Polizeiinspektion Kaiser-Ebersdorfer-Straße ihren Augen kaum: Direkt vor ihrer Dienststelle tauchte ein sichtlich verletzter, 79-jähriger Mann auf. Er war barbusig – trug keinen Oberkörperbekleidung – und wies blutende Schnittverletzungen an beiden Armen auf.

Was der verängstigte Senior den Polizisten schilderte, offenbarte ein handfestes Beziehungsdrama im engsten privaten Kreis. Der Mann gab an, dass er kurz zuvor im gemeinsamen Haus von seiner 60-jährigen Ehefrau im Schlaf überrascht worden war. Völlig unvermittelt habe die Frau mit einer Schere auf ihn eingestochen und ihn zudem mit dem Umbringen bedroht. Dem 79-Jährigen gelang im Chaos der Attacke gerade noch rechtzeitig die Flucht aus den eigenen vier Wänden.

Zugriff im Wohnhaus: Ehefrau hatte 2 Promille Alkohol im Blut

Die Wiener Polizei reagierte sofort. Während die Berufsrettung Wien alarmiert wurde, um den verletzten Senior vor Ort notfallmedizinisch zu versorgen, rückte eine Streife zum Haus des Paares aus. Dort trafen die Beamten die 60-jährige Ehefrau wenig später an. Für sie klickten an Ort und Stelle die Handschellen – sie wurde vorläufig festgenommen. Gegen die mutmaßliche Angreiferin wurde umgehend ein striktes Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen.

Bei der anschließenden polizeilichen Untersuchung kam ein mögliches Motiv für den plötzlichen Gewaltausbruch ans Licht: Ein Atemalkoholtest bei der Frau ergab einen Wert von rund zwei Promille. In ihrer anschließenden Einvernahme zeigte sich die 60-Jährige allerdings völlig unkooperativ und verweigerte hartnäckig jede Aussage zum Vorfall. Sie befindet sich weiterhin in polizeilicher Haft.

Die Polizei warnt: Keine Toleranz bei häuslicher Gewalt

Dieser dramatische Fall zeigt einmal mehr, dass Gewalt im Privaten jede Altersgrenze überschreiten kann. Die Wiener Polizei stellte nach dem Vorfall klar: Sie ist Ansprechpartner für jedes Opfer von Gewalt und duldet keine Form von Aggression – völlig egal, gegen wen sie sich richtet.

Wichtige Hilfsangebote für Betroffene:

  • Polizei-Notruf: 133 (jederzeit erreichbar für Betroffene und Zeugen)
  • Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie: 01 / 585 32 88
  • Männerberatung Wien: 01 / 603 28 28
  • Landeskriminalamt Wien (Kriminalprävention): Kostenlose Beratung unter der Hotline 0800 / 216 346
- Anzeige -
- Anzeige -

Neueste Beiträge

Meistgelesen