Mit Fokus auf Barrierefreiheit wird das Geburtshaus des bedeutenden Komponisten modernisiert. Nun wurden die Umbaupläne und das Konzept der neuen Ausstellung vorgestellt.
Im Jahr 2028 jährt sich der Todestag Franz Schuberts zum 200. Mal. Aus diesem Anlass wird sein zweigeschossiges, unter Denkmalschutz stehendes Geburtshaus umfassend saniert und mit einem Fokus auf Barrierefreiheit sowie Objektschutz und Ausstellungspräsentation behutsam modernisiert. Die Wiedereröffnung ist für Anfang 2028 geplant.
Das Gebäude in der Nußdorfer Straße 54 (9. Bezirk) zählt zu den wenigen erhaltenen Vorstadthäusern dieser Zeit und stellt ein bedeutendes kulturhistorisches Zeugnis dar. Das Wien Museum übernimmt die Finanzierung der Modernisierungsmaßnahmen sowie der Neuaufstellung der Dauerausstellung.
Konzertsaal, neuer Aufzug, Musikatelier
Die historische Außenfassade des Gebäudes wird instandgesetzt. Im Erdgeschoß sind Räumlichkeiten für Kassa und Shop, Sanitäranlagen, ein Musikatelier für Vermittlungsprogramme sowie ein Konzertsaal mit 70 Sitzplätzen vorgesehen. Über einen neuen Aufzug gelangen Besucher barrierefrei ins Obergeschoß, in dem eine neue Dauerausstellung zu Leben und Werk Franz Schuberts eingerichtet wird.
Ziel des Projekts ist die barrierefreie Erschließung aller zugänglichen Bereiche im Erdgeschoß und im ersten Obergeschoß sowie von Innenhof und Garten. Darüber hinaus ist die Modernisierung der gesamten Haus- und Elektrotechnik vorgesehen.
Musikgeschichte neu erlebbar
„Die Musik von Franz Schubert ist tief in Wien verwurzelt und zugleich gehört sie der ganzen Welt. Mit der umfassenden Sanierung seines Geburtshauses bewahren wir nicht nur sein Erbe, sondern machen Wiens Musikgeschichte neu erlebbar. Das neue Schubert Geburtshaus wird mehr als ein Museum: Barrierefreiheit, moderne Präsentationsformen und ein öffentlich zugänglicher Garten machen dieses Projekt zu einem Meilenstein inklusiver Kulturpolitik”, betont Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler.
Einzigartiger Ort am Alsergrund
Bezirksvorsteherin-Vize Christian Sapetschnig: „Schubert ist untrennbar mit dem Alsergrund verbunden. Sein Geburtshaus macht den 9. Bezirk zu einem einzigartigen Ort der Musik von internationaler Bedeutung. Mit der Sanierung investieren wir nicht nur in ein historisches Gebäude, sondern in die kulturelle Identität unseres Bezirks und in ein Erbe, das weit über Wien hinausstrahlt.“
Behutsame Rückführung
„Das vorliegende Gestaltungskonzept sieht eine behutsame Rückführung jener Bereiche vor, die für den Gesamteindruck des Gebäudes von besonderer Bedeutung sind. Die Maßnahmen werden dabei gezielt mit Verbesserungen in den Bereichen Barrierefreiheit, Fluchtwegsituation, Brandschutz und Bauphysik verknüpft“, so der Generalplaner Bernhard Neumayer von Architekt Neumayer ZT GmbH.
Verdoppelte Ausstellungsfläche
„Auf rund 210 Quadratmetern – eine Verdoppelung der bisherigen Ausstellungsfläche – entsteht eine neue Dauerausstellung, die in sieben Räumen Leben und Werk Franz Schuberts sowie das Wien zwischen 1800 und 1830 auf zeitgemäße und abwechslungsreiche Weise vermittelt“, betont Projektleiterin Elke Doppler.

