Ich kann es nicht oft genug betonen: Bei einem Herzstillstand zählt buchstäblich jede Sekunde. Doch es taucht immer wieder das Problem auf, dass Frauen erst später Hilfe erhalten. Die Gründe dafür sind Berührungsängste und die Sorge, Brüste oder den BH falsch anzufassen.
Dabei muss sofort gehandelt werden: Falls der BH stört, ist er nach oben zu schieben. Den Handballen in der Mitte des Brustkorbs – zwischen den Brüsten auf der unteren Hälfte des Brustbeins – aufsetzen. Dann fünf bis sechs Zentimeter tief und 100- bis 120-mal pro Minute drücken. Für den Defibrillator muss die Haut an den vorgesehenen Klebestellen frei sein.
Durchgeführte Tests zeigen die Folgen der Unsicherheit: An weiblichen Übungspuppen waren Drucktiefe und Beatmungsdauer deutlich schlechter als an männlichen. Der Verein PULS.at trainiert deshalb verstärkt mit weiblichen Reanimationspuppen. Die Botschaft ist eindeutig: Keine falsche Scheu – sofort handeln und Leben retten!
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