Schönbrunner Schlosspark

Endlich: Das Engelstor öffnet wieder seine Flügel

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Mit der feierlichen Öffnung des Engelstors steht den Besuchern ab sofort ein zusätzlicher Zugang zum Schönbrunner Schlosspark zur Verfügung.

Was lange währt , wurde jetzt endlich gut. Wie es scheint ist das nunmehr letzte Kapitel der nahezu unendlichen Geschichte rund um das Engelstor geschrieben. Heute öffnete es seine (Tor-)Flügel ganz offiziell. Mit der Öffnung des Engelstors wird ein zusätzlicher Zugang zum Schlosspark geschaffen, der insbesondere für Besucher, die über die Kennedybrücke mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, eine direkte Verbindung zum Areal ermöglicht.

Das Gemeinschaftsprojekt des Tiergarten Schönbrunn, der Schönbrunn Group, des KHM-Museumsverbands und der Österreichischen Bundesgärten wurde im Beisein von Gerhard Schmid, Dritter Präsident des Wiener Landtags, als Vertreter von Wiens Bürgermeister und Landeshauptmann Dr. Michael Ludwig offiziell eröffnet.

„Die Stadt Wien hat die Umsetzung des Projekts maßgeblich unterstützt. Dahinter steht auch das basisdemokratische Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger und ihrer Vertreterinnen und Vertreter auf kommunalpolitischer Ebene. Damit wird der Zugang zu den Einrichtungen in Schönbrunn deutlich erleichtert und darüber freuen wir uns ganz besonders. Das wird auch für die Hietzingerinnen und Hietzinger positive Auswirkungen haben“, so Schmid bei seiner im wahrsten Sinne des Wortes “Eröffnungsrede.

Freude im 13. Bezirk

Für alle, die mit U-Bahn, Straßenbahn oder Bus nach Schönbrunn kommen, wird der Weg deutlich kürzer und komfortabler. Statt entlang der stark frequentierten Straße führt der neue Zugang unmittelbar in den denkmalgeschützten Schönbrunner Schlosspark. Von dort aus sind der Barockgarten sowie die weiteren Attraktionen und Einrichtungen des Schönbrunner Areals direkt erreichbar. Kein Wunder also, dass dem 13 Bezirk die nunmehrige Öffnung ein großes Anliegen war.

Binnen kürzester Zeit erfreute sich das offne Engelstor großer Beliebtheit © Berger

„Ich freue mich sehr, dass das Engelstor nun geöffnet ist und damit ein lang ersehnter Schritt für Hietzing umgesetzt wurde. Der neue Zugang schafft kürzere und sicherere Wege zum Schlosspark und zum Tiergarten und ist damit eine echte Verbesserung für die Hietzingerinnen und Hietzinger ebenso wie für die vielen Besucherinnen und Besucher Schönbrunns. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die die Öffnung ermöglicht haben“, so Bezirksvorsteherin Johanna Zinkl.

Ein Kreis schließt sich

Die Koordination des Projekts erfolgte durch den Tiergarten Schönbrunn, der auch als Bauwerber auftrat. Für Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck, schließt sich mit der Öffnung des Engelstors ein Kreis: „Als ich vor meiner Zeit als Tiergartendirektor lediglich als Tourist in Schönbrunn war, wunderte ich mich über den umständlichen und zum Teil auch gefährlichen Weg zum Tiergarten. Dieses Projekt anzustoßen, war mir als Direktor daher ein großes Anliegen. Aus einer Idee ist heute ein neuer attraktiver Zugang zu Schönbrunn geworden. Ein großer Dank gilt der Stadt Wien. Das Projekt unterstreicht die erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren Partnern am Areal.“

Das Engelstor ist nicht nur ein neuer Zugang zum Schlosspark, sondern stärkt auch die Verbindung zwischen den unterschiedlichen Einrichtungen des Schönbrunner Areals. „Kulturerbe zu bewahren, heißt für uns nicht, es stillzustellen, sondern sorgsam und partnerschaftlich in die Gegenwart zu führen. Mit der Öffnung des Engelstors rückt Schönbrunn ein Stück näher an die Menschen. Genau das ist unser Auftrag: Diesen einzigartigen Ort verantwortungsvoll weiterzuentwickeln und seine Geschichte den Menschen zugänglich zu machen“, sagt Klaus Panholzer, Geschäftsführer der Schönbrunn Group.

Portierloge nach historischem Vorbild

Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts war die Errichtung einer neuen Portierloge innerhalb der Schlossparkmauern beim Engelstor. Die Portierloge wird von den Österreichischen Bundesgärten besetzt.

Die Architektur der Portierloge orientiert sich an einer historischen Wachstube © Daniel Zupanc

Die Architektur der Portierloge orientiert sich an einer historischen Wachstube, die sich früher an dieser Stelle befand. Das ursprüngliche Gebäude bestand später nicht mehr und wurde nach Kriegsschäden vermutlich im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Bereichs rund um die heutige Kennedybrücke abgetragen. Die Planung wurde unter besonderer Berücksichtigung des sensiblen historischen Umfelds und des UNESCO-Weltkulturerbes entwickelt.

Sie wurde in traditioneller Bauweise als Ziegelbau mit Kalkmörtelputz und Holzdachstuhl errichtet. Gleichzeitig wurde das Innere an die Anforderungen eines modernen, ganzjährigen Betriebs angepasst und unter anderem mit Sanitär- und Kommunikationsinfrastruktur ausgestattet.

Zusätzlich zur neuen Portierloge wurde beim Engelstor aufgrund sicherheitstechnischer Vorgaben eine Polleranlage installiert, wie sie bereits bei anderen Toren des Schlossparks eingesetzt wird. Das Engelstor steht Fußgängern offen und ist zugleich so ausgeführt, dass eine Zufahrt für Einsatzfahrzeuge möglich ist.

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