Ein Erfolg ist dem Wiener Landeskriminalamt im Kampf gegen die „Falscher Polizist“-Betrugsmasche gelungen. Die Ermittler konnten einen 48-jährigen Österreicher festnehmen, der im Verdacht steht, als Geldabholer für eine Betrügerbande tätig gewesen zu sein.
Die Täter hatten ihr Opfer telefonisch kontaktiert und mit der bekannten Masche unter Druck gesetzt. Während des laufenden Telefonats standen die Kriminalbeamten jedoch bereits in engem Kontakt mit dem Opfer und begleiteten die Situation, ohne dass die Verdächtigen Verdacht schöpften. Als sich der 48-Jährige der Wohnung näherte, um mutmaßlich Geld oder Wertgegenstände entgegenzunehmen, griffen die Ermittler zu und nahmen ihn fest.
Falscher Dienstausweis
Bei der Festnahme stellten die Beamten einen total gefälschten Polizeidienst-Ausweis sicher. Nach bisherigen Ermittlungen konnte dem Verdächtigen bereits eine weitere gleichartige Betrugstat zugeordnet werden. Das Landeskriminalamt Wien ermittelt nun umfassend, insbesondere zu möglichen Hintermännern und weiteren Tatbeteiligten.
So schützen Sie sich
Immer wieder geben sich Kriminelle am Telefon als Polizisten aus und behaupten, Geld oder Schmuck seien in Gefahr und müssten „zur Sicherheit“ übergeben werden. Die Polizei warnt eindringlich:
– Seien Sie bei Anrufen unbekannter Personen besonders vorsichtig.
– Geben Sie niemals Auskunft über Ihr Vermögen oder Wertsachen.
– Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Legen Sie im Zweifel einfach auf.
– Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung.
– Übergeben Sie niemals Bargeld, Gold oder Schmuck an fremde Personen.
– Verlangen Sie bei angeblichen Polizisten einen Dienstausweis und überprüfen Sie im Zweifel deren Identität über den Polizeinotruf 133.
– Nehmen Sie Warnungen von Bankmitarbeitern ernst.
– Sprechen Sie mit Angehörigen – insbesondere älteren Familienmitgliedern – über diese Betrugsmasche. Aufklärung ist der beste Schutz.

