Polizei macht Jagd auf Roadrunner und Tuning-Szene: 560 Geschwindigkeitsanzeigen, 19 Führerscheine weg – ein Lenker raste mit unglaublichen 180 km/h dahin.
Wien im Geschwindigkeitsrausch! In der Nacht auf Samstag nahm die Polizei die Roadrunner- und Tuningszene ins Visier. Zehn Stunden lang kontrollierten Kräfte der Landesverkehrsabteilung gemeinsam mit den Stadtpolizeikommandos Josefstadt und Ottakring den Verkehr.
Was die Beamten dabei zu sehen bekamen, hatte es in sich.
Völlig hemmungslos!
Der Spitzenreiter schoss mit 180 km/h durch eine Strecke, auf der gerade einmal 80 km/h erlaubt waren. Ein weiterer Lenker wurde mit 99 statt erlaubten 50 km/h erwischt. In einer 30er-Zone wurden sogar 70 km/h gemessen.
Die Bilanz des zehnstündigen Schwerpunkts spricht eine deutliche Sprache: 560 Anzeigen wegen Geschwindigkeitsübertretungen hagelte es. Doch damit längst nicht genug.
19 Deckeln & elf Kennzeichen weg
Die Polizisten erstatteten weitere 232 Verkehrsanzeigen und verhängten 197 Organmandate. Insgesamt wurden dabei 9.825 Euro eingehoben. Für besonders auffällige Lenker gab es noch härtere Konsequenzen: 19 Führerscheine wurden abgenommen, ebenso elf Kennzeichen.
Auch getunte Fahrzeuge gerieten ins Visier. Wegen technischer Veränderungen an Fahrzeugen wurden weitere 50 Anzeigen erstattet. Zusätzlich führten die Beamten 239 Alkovortests durch.
Brisanter Fund
Besonders brisant wurde es bei einer Kontrolle am Neubaugürtel. Dort stoppten die Polizisten einen Lenker, der in der Roadrunner-Szene bereits einschlägig bekannt war. Das Problem: Der Mann besaß keinen gültige Führerschein.
Bei der Kontrolle des Pkw stießen die Beamten außerdem auf massive Unstimmigkeiten. Die verwendeten Kennzeichen, der Zulassungsschein und auch die Eigentumsverhältnisse des Fahrzeugs warfen Fragen auf. Der Verdacht auf strafbare Handlungen stand im Raum – Ermittlungen wurden eingeleitet.
8.520 Euro Strafen
Auch Schnellrichter-Verfahren kamen zum Einsatz. Insgesamt wurden 16 Anzeigen erstattet. Die Folge: Geldstrafen von insgesamt 8.520 Euro. Zusätzlich kassierten die Behörden 2.420 Euro an Sicherheitsleistungen.

