Eine unheimliche Serie!

Säure-Einbrecher: Polizei warnt vor gefährlicher Masche

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Unheimliche Einbruchserie in Wien: Unbekannte Täter manipulieren Wohnungsschlösser offenbar mit ätzender Säure. Jetzt sind zwei weitere Fälle in Ottakring bekannt geworden. Die Polizei warnt eindringlich.

Wien hat es offenbar mit einer besonders perfiden Einbruchs-Serie zu tun: Unbekannte Täter verschaffen sich Zugang zu Wohnungen, indem sie offenbar ätzende Säure einsetzen, um Türschlösser zu verätzen. Und die Serie reißt nicht ab.

Angriffe in acht Bezirken!

Allein zwischen Februar und April wurden acht gleichgelagerte Fälle in Landstraße, Wieden, Favoriten und Meidling registriert. Im Juni kamen zwei weitere Fälle in Margareten und Döbling hinzu. Zwischen dem 17. und 22. Juli schlugen die mutmaßlichen Täter dann gleich fünfmal in Favoriten zu. Zuletzt wurde auch in der Donaustadt ein Fall mit dem bekannten Vorgehen angezeigt.

Jetzt in Ottakring

Jetzt gibt es neue Fälle – diesmal im 16. Bezirk. Am 8. August machte ein Bewohner eines Mehrparteien-Hauses eine beunruhigende Entdeckung: An den Schlössern von gleich zwei Wohnungstüren waren Beschädigungen und Flüssigkeitsrückstände zu sehen.

Vermutlich Salpetersäure

Die Polizei wurde alarmiert. Beamte der Polizeiinspektion Rötzergasse stellten an beiden Türschlössern entsprechende Spuren fest. Nach derzeitiger Einschätzung könnte es sich bei der Flüssigkeit um Salpetersäure handeln.

Das Landeskriminalamt Wien, Ermittlungsbereich Diebstahl, Gruppe Kremser, ermittelt mit Hochdruck. Die Täter sind bislang unbekannt.

Polizei warnt: Bloß nicht anfassen!

Besonders brisant: Die Polizei warnt davor, verdächtige Flüssigkeitsreste an einem beschädigten Türschloss einfach zu berühren. Wer Beschädigungen am Schloss seiner Wohnungstür und eine unbekannte Flüssigkeit bemerkt, sollte jeden Kontakt vermeiden. Salpetersäure kann ätzend wirken und Haut, Atemwege und Schleimhäute schädigen.

Kommt es dennoch zu einem unbeabsichtigten Kontakt, soll die betroffene Körperstelle sofort mit klarem Wasser gespült werden. Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dabei keine Seife oder andere Zusätze zu verwenden.

Bei verdächtigen Spuren gilt daher: Abstand halten und sofort die Polizei unter 133 verständigen.

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