Barbara Novak: „Auf die Stadt vertrauen“

(C) Bubu Dujmic: Barbara Novak zur neuen „Zuversichts-Kampagne“, der Gesundheitspolitik, zur Steuerpolitik und dem Donauinselfest, das den 40er feiert.
(C) Bubu Dujmic: Barbara Novak zur neuen „Zuversichts-Kampagne“, der Gesundheitspolitik, zur Steuerpolitik und dem Donauinselfest, das den 40er feiert.

Das WIENER BEZIRKSBLATT traf die Landesparteisekretärin der Wiener SPÖ zum Interview. Barbara Novak wünscht sich, dass der Zusammenhalt in Wien bestehen bleibt: „Das macht unsere Stadt aus!“.

Anzeige

WIENER BEZIRKSBLATT: Die aktuelle Kampagne der SPÖ Wien lautet: „Auf ein gutes Leben vertrauen“. Was heißt das konkret?

Barbara Novak: Die Menschen können sich auf ihre Stadt und ihre ­Regierung verlassen. Etwa im Bereich des Wohnbaus – zwei Drittel leben ja im geförderten Bereich. Das ist die Basis für ein leistbares Leben. Dort, wo es nötig ist, gibt es weiterhin so wichtige ­Unterstützungen wie die Wohnbeihilfe.

Wir befinden uns ­mitten in einer Krise. Die Antwort der Stadt darauf?

Alle Wienerinnen und Wiener können darauf vertrauen, dass Bürgermeister Michael Ludwig und seine Stadtregierung mit ruhiger Hand durch diese Krise führen. Wie schon bei Corona. Jetzt haben wir eine Energiekrise und eine Teuerungswelle, die manche sehr unter Druck bringt. Wir bemühen uns, das abzufedern: Mit dem Energiebonus ebenso wie mit unserer Job-Offensive.

Gibt es in Wien einen ­Arbeitskräftemangel?

(C) Bubu Dujmic: „Der Arbeitskräftemangel beschäftigt die Stadt sehr, hier ist eine große Kampagne vorgesehen“, erklärt Novak.

Ja, im Magistrat, in einzelnen Dienststellen, etwa bei den Kindergärtnern bis hin zu Techni­kerinnen und Technikern, die gesucht werden: Wir beschäf­tigen uns sehr mit diesem Themenkomplex und starten heuer eine große Kampagne dazu.

Befindet sich auch das Gesundheitswesen in der Krise?

Superlative und Negativschlagzeilen alleine führen hier zu keinen Lösungen. Der Ärzte- bzw. Pflegekräfte­mangel ist keine singuläre Erscheinung, sondern ist in ganz Euro­pa zu beobachten. Die Stadt versucht, Anrei­ze für Fach­arbeiterjobs zu schaffen, und bemüht sich sehr, die gute Ausbildung sicher­zustellen.

Die Energiekosten sind heftig. Ist der Strompreisdeckel sinnvoll?

Ja, aber er kam zu spät – die SPÖ hatte das im Juli gefordert. Und er reicht nicht. Ein Gaspreisdeckel muss folgen, damit die Menschen heizen können, und ein Mietpreisdeckel würde vor Rauswürfen schützen. Damit das Leben leistbar bleibt, muss auch die Mehrwertsteuer eine Zeit lang runter.

Ist das nicht zu sehr Gießkanne?

Man kann sich das Geld ja wieder zurückholen. Stichwort Finanztrans­aktionssteuern und Vermögenssteuern. Da ist viel Luft nach oben. Die Steuer­politik der Bundesregierung ist keine Umverteilung zu jenen, die weniger haben. Sondern die Tendenz geht leider in die umge­kehrte Richtung.

Worauf können sich die ­Wiener 2023 sonst freuen?

Wir leben immer noch in der Stadt mit der höchsten Lebensqualität weltweit. Das Freizeit- und Kulturangebot ist groß­artig. Ich wünsche mir, dass wir weiterhin einen hohen sozialen Zusammenhalt haben. Das macht unsere Stadt aus. Und freuen können wir uns ja auch auf das Donauinselfest …

Gibt es schon genaue Pläne für das 40-jährige Jubiläum?

(C) Bubu Dujmic: Am 40. Jubiläum des Donauinselfests wird gearbeitet.

Die ganze Donauinselfest-Familie steckt schon mitten in den Vorbereitungen. Es wird ein Feuerwerk an Highlights, Musik­acts, aber auch ein tolles Programm für alle Generationen von 23. bis 25. Juni geben.