Stadtquartier Muthgasse bringt tausende neue Jobs

Bezirksvorsteher Resch, WKW-Präsident Ruck und WKW-Direktor-Stv. Biach präsentierten die Potenziale des Stadtquartiers.
Bezirksvorsteher Resch, WKW-Präsident Ruck und WKW-Direktor-Stv. Biach präsentierten die Potenziale des Stadtquartiers. ©WKW/Wieser

Eine Analyse der Wirtschaftskammer zeigt: Das Stadtquartier Muthgasse im 19. Bezirk entwickelt sich nicht nur zu einem Hotspot für Zukunftstechnologien. Auch die volkswirtschaftlichen Effekte können sich sehen lassen. Bisherige Investitionen haben einen zusätzlichen Beitrag zum Bruttoregionalprodukt Wiens von über 200 Millionen Euro gebracht. 

„Mit den weiteren geplanten Investitionen kommen wir auf einen BRP-Beitrag von mehr als einer halben Milliarde Euro. Bisher wurden 1.700 Arbeitsplätze geschaffen, die Weiterentwicklung bringt zusätzliche 3.300 Jobs“, so Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien. Und weiter: „Das Stadtquartier Muthgasse ist ein ausgezeichnetes Beispiel für ein zukunftsweisendes Erfolgsprojekt“.

Weiterentwicklung des Stadtquartiers

Rucks Stellvertreter Alexander Biach ergänzt: „Auch als Standort für Zukunftstechnologien ist die Muthgasse ein Hotspot. So sind bereits einige Unternehmen aus dem Biotech- und Life-Science-Bereich dort angesiedelt.“ Laut Biach kann bei einer Weiterentwicklung zu einem Cluster eine jährliche Wertschöpfung von 420 Millionen Euro generiert werden.

Hochpark nach New Yorker Vorbild

Neben modernen Betriebsflächen sind auch Wohnraum und Grünflächen den Döblingern ein wichtiges Anliegen. Bezirksvorsteher Daniel Resch: „Eine Möglichkeit,  diesen Bedarf zu decken, wäre die Nutzung der brachliegenden Trasse der U6 zwischen Spittelau und der Heiligenstädter Straße. Hier könnte ein Hochpark nach Vorbild des High-Line-Parks in New York entstehen. Dadurch würde nicht nur ein attraktives Naherholungsgebiet im Bezirk entstehen, sondern auch ein touristischer Anziehungspunkt. Wie die Analyse der Wirtschaftskammer Wien zeigt, würde alleine die Bauphase einen wirtschaftlichen Effekt von 80 Millionen Euro bringen“.

Wertschöpfung: 1,1 Mrd. Euro pro Jahr

Im Stadtquartier Muthgasse sind derzeit rund 300 Unternehmen angesiedelt. Sie beschäftigen 6.760 Mitarbeiter und erzielen eine jährliche Wertschöpfung von 1,1 Milliarden Euro. Die stärksten Branchen sind mit einem Anteil von 21 Prozent der Handel, Information und Kommunikation mit einem Anteil von 16 Prozent, wissenschaftliche und technische Dienstleister mit einem Anteil von 14 Prozent, sowie die Bauwirtschaft mit zehn Prozent.

Drei weitere Projekte bereits in Planung

Die Stadt hat bisher rund 27 Millionen Euro in das Quartier investiert – vor allem in die Sanierung der Muthgasse, der Gundoldstraße, des Leopold-Ungar-Platzes, der Heiligenstädter Brücke und in die Einbindung der Grinzinger Straße. Von der Privatwirtschaft wurden rund 277 Millionen Euro investiert. Beispiele dafür sind der multifunktionale Bürokomplex Square One, das Autohaus von Porsche  oder der Büropark space2move. In näherer Zukunft sind drei weitere Projekte geplant. Sie sollen für Büros, Wohnungen und Forschung zur Verfügung stehen.