Razzia in städtischen Hotels: Gleich 24 Schwarzarbeiter und mehrere Sozialbetrugsfälle aufgedeckt.
Bei Schwerpunktkontrollen in der Hotellerie haben Behörden zahlreiche Verstöße gegen Arbeits-, Sozial- und Fremdenrecht aufgedeckt. Die Bilanz: 24 Schwarzarbeiter, sechs illegal aufhältige Personen und mehrere Verdachtsfälle von Sozialleistungsmissbrauch.
14 Hotels kontrolliert
Seit Juni kontrollierte die Gruppe Sofortmaßnahmen gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice (AMS), der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) sowie den zuständigen Dienststellen der Stadt insgesamt 14 Wiener Hotels. Im Visier standen vor allem Subunternehmen, die Reinigungskräfte für den Hotelbetrieb bereitstellen.
Sechs Arbeitslose
Die Kontrollen förderten dabei 24 nicht ordnungsgemäß beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zutage. Besonders brisant: Sechs von ihnen waren gleichzeitig beim AMS als arbeitssuchend gemeldet. Gegen sie wurden Anzeigen nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz eingebracht.
Sechs weitere Betroffene waren Drittstaatsangehörige ohne gültigen Aufenthaltsstatus. Nach Verständigung der Landespolizeidirektion wurden sie auf Grundlage des Fremdenpolizeigesetzes festgenommen.

Verdacht des Sozialbetrugs
Auch der Verdacht auf Sozialbetrug beschäftigt nun die Behörden. Zwei der kontrollierten Personen sollen neben ihrer Schwarzarbeit auch Mindestsicherung bezogen haben. Entsprechende Verfahren wurden eingeleitet.
Die Österreichische Gesundheitskasse bringt aufgrund der festgestellten Verstöße 24 Verfahren nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz auf den Weg. Zusätzlich erstattete der Magistrat im Zuge der Schwerpunktaktion insgesamt 36 Anzeigen.
Stadt prüft weiter
Für Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen, zeigen die Ergebnisse, dass Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung häufig auf Kosten besonders schutzbedürftiger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erfolgen. Gleichzeitig werde Sozialleistungsmissbrauch konsequent verfolgt. “Unsere Kontrollen richten sich sowohl gegen die Ausbeutung von Beschäftigten als auch gegen den Missbrauch des Sozialstaats”, so Hillerer.

