Aufregung im Grätzl

Aumannplatz: Petition gegen die Umgestaltung!

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Unruhe im 18. Bezirk: Besorgte Währinger werden aufgefordert, eine Petition gegen das Projekt zu unterschreiben.

Seit mehr als 100 Jahren ist der Aumannplatz als öffentlicher Raum im 18. Bezirk beliebt. Jetzt soll er umgestaltet werden. Derzeit liegt ein Grobkonzept vor, das massiv in bestehende Verkehrsstrukturen eingreift und Schulwege und Alltagsabläufe von sehr vielen Menschen gravierend verändert, meint der Währinger Petitionswerber Dieter-Heinz Granser.

“Gesamtverkehrskonzept fehlt”

Was den Lehrer und Kritiker der Umbaupläne stört: Bis heute fehlt ein Gesamtverkehrskonzept, er vermisst nachvollziehbare Auswirkungsanalysen sowie Angaben über die Finanzierung und die Folgekosten.

Der Baustellen-Sommer hat begonnen (Bild: Krause).

Einige Maßnahmen begrüßt

Ausdrücklich begrüßt werden die vorgeschlagenen Begrünungsmaßnahmen, die Neugestaltung des Norbert-Liebermann-Parks oder die Errichtung einer öffentlichen WC-Anlage. Dafür ist jedoch keine Sperre einer der wichtigsten stadteinwärtsführenden Verkehrsverbindungen des Bezirkes notwendig, meinen etwa auch die Vertreter der Bezirks-ÖVP, der Neos und der FPÖ.

Die Auswirkungen

Kritiker meinen nun, dass der Umbau der Währinger Straße zwischen Klostergasse und Vinzenzgasse in eine Fußgängerzone den Verkehr in Seitengassen verdrängen würde. Zudem würde der öffentliche Verkehr zusätzlich belastet und neue Gefahrensituationen auf den Schulwegen geschaffen werden.

Besonders betroffen wären Anrainer, Familien, ältere Menschen sowie dort bestehende Betriebe. Für eine Lösung im Sinne aller Währinger brauche es daher den Erhalt wichtiger Verkehrsachsen und eine Einbindung der Bevölkerung. Ein Gesamtverkehrskonzept und eine solide Finanzierung wären notwendig.

Grafik: Stadt Wien

Die Forderungen

Erhalt der bestehenden Verkehrsverbindung: Der stadteinwärts fahrende Individualverkehr in der Währinger Straße im Abschnitt zwischen Klostergasse und Vinzenzgasse muss weiterhin uneingeschränkt möglich bleiben – keine Fußgänger- oder Begegnungszone. Keine Bündelung des Verkehrs in die Gentzgasse vor dem Carolusheim oder Verlagerung in benachbarte Gassen. Die Währinger Straße stellt eine zentrale Verkehrsachse von Pötzleinsdorf zur Inneren Stadt dar. Der Erhalt einer Fahrspur und der Abbiegemöglichkeit Richtung Lazaristengasse gewährleistet eine direkte und effiziente Erreichbarkeit ohne unnötige Umwege.

Sichere Wege: Die Garantie von sicheren und barrierefreien Schulwegen und Verbesserung der Querungsmöglichkeiten für alle Altersgruppen unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse von Kindern, älteren Menschen und mobilitätseingeschränkten Personen.

Verkehrskonzept Währing: Vor jeder tiefgreifenden Umgestaltung braucht es ein umfassendes Verkehrskonzept für den gesamten Bezirk. Es darf keine isolierten Einzelmaßnahmen ohne Gesamtstrategie geben.

Keine neuen Schulden für Währing: Keine Umsetzung ohne gesicherte Finanzierung, keine zusätzliche Verschuldung des Bezirksbudgets. Es gibt andere wichtige Aufgabenbereiche, für die die vorhandenen Mittel zuerst eingesetzt werden sollen.

Transparenz und echte Bürgerbeteiligung: Vollständige Offenlegung aller Planungsgrundlagen, Gutachten und Entscheidungsprozesse, nachvollziehbare und transparente Berücksichtigung der bisherigen Beteiligungsergebnisse.

Unterschreiben kann man unter: Petitionen

Ein Bericht von Gerhard Krause

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