Wenn in den Sommerferien vermehrt Meldungen über heimische Schlangen in der Stadt auftauchen, sorgt das regelmäßig für Aufsehen. Zu Recht?
Begegnungen, die für manche Menschen erschreckend sein können, sind für Tier-Experten ein erfreuliches Zeichen! Denn anlässlich des Welttags der Schlangen am 16. Juli macht das Haus des Meeres auf die Bedeutung und den Schutz dieser oft missverstandenen Tiere aufmerksam.
Rot-weiß-rote Schlangen geschützt
Österreich beherbergt sieben Schlangenarten. Alle heimischen Arten gelten als gefährdet und stehen daher unter strengem Schutz: Lebensraumverlust, Bodenversiegelung und die Fragmentierung von Lebensräumen setzen den Tieren zunehmend zu. Umso erfreulicher ist es, dass Wien gleich vier Schlangenarten eine Heimat bietet: Ringelnatter, Würfelnatter, Schlingnatter und Äskulapnatter.
Wiener Schlangen ungefährlich
Alle vier Arten sind für Menschen völlig ungefährlich und ungiftig. Sichtungen häufen sich vor allem in den warmen Sommermonaten, wenn sich die wechselwarmen Reptilien sonnen oder auf Nahrungssuche begeben. Laut Haus des Meeres erfüllen “Schlangen wichtige Aufgaben in unseren Ökosystemen. Sie regulieren Mäuse- und Rattenbestände, tragen zur Artenvielfalt bei und gelten als wertvolle Indikatoren für naturnahe Lebensräume”.

“Die oft zitierte Sommerferien-Schlangenplage ist aus zoologischer Sicht eine gute Nachricht”, so Zoo-Direktor Jeff Schreiner. “Viele Menschen nehmen die Schlangen erst wahr, wenn sie ihnen direkt begegnen. Dabei sind sie ein natürlicher Teil unserer heimischen Tierwelt.”

