15 „Wiener Wäldchen” bieten Lebensraum für Vögel, Bienen und Fledermäuse. Seit vier Jahren gibt es diese Art der Begrünungen in der Stadt.
Beim Besuch im bewaldeten Hugo-Gottschlich-Park konnten sich Bezirkschefin Christine Dubravac-Widholm und Stadtrat Jürgen Czernohorszky überzeugen, wie viel Leben in der Stadt steckt, wenn man Natur Raum gibt. In nur vier Jahren hat sich die nach spezieller Methode angelegte Grünfläche zum dichten Mini-Wald entwickelt.
15 Mini-Wälder gibt es
Die ersten Wäldchen entstanden 2022 – insgesamt sind sie mittlerweile in 15 Bezirken zu finden. Sie werden nach der Miyawaki-Methode angelegt: Viele heimische Baum- und Straucharten werden sehr dicht gepflanzt, sodass sie um Licht und Platz konkurrieren. Das beschleunigt das Wachstum und führt in wenigen Jahren zu robusten, naturnahen Wäldern.
Ein Stück Wildnis
„Mit den insgesamt 15 ‚Wiener Wäldchen‘ holen wir ein Stück Wildnis zurück in die Stadt”, sagt Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. „In nur vier Jahren sind aus jungen Pflanzflächen teils dichte, naturnahe Mini-Wälder geworden, die Lebensraum für Bienen, Vögel, Fledermäuse und viele weitere Arten bieten.”
Eine Erfolgsgeschichte
In die gleiche Kerbe schlägt Bezirksvorsteherin Christine Dubravac-Widholm: „Die Idee dahinter sind als Erfolgsgeschichte fast ein Selbstläufer! Projekte wie dieses – und das sage ich mit Stolz – funktionieren in der Brigittenau. Ich denke da auch an unser wissenschaftlich begleitetes INTERREG-Projekt in der Jägerstraße. Es geht bei der Schaffung von Grünflächen immer auch um Artenvielfalt.”
Mehr Artenvielfalt belegt
Beim Brutvogel-Monitoring zeigt sich, dass in den untersuchten sechs Wäldchen ein größeres Insektenaufkommen vorhanden ist und diese Lebensräume damit auch für Nahrungsgäste – konkret bis zu 16 Vogelarten – attraktiv sind. Auch erste Brutnachweise konnten festgestellt werden.

