Hitzetage Wien: So will die Stadt „cool“ bleiben

(C) PID/Christian Fürthner

Hitzetage Wien. Die ersten Sommertage in Wien lassen schon eines vermuten: jetzt wird’s erst so richtig heiß! Auch wenn das Frühjahr dieses Jahres vergleichsweise kühl und regnerisch war, kann aufgrund des menschengemachten Klimawandels von einer Hitzewelle ausgegangen werden.

Viermal so viele Hitzetage

Die Messdaten zeigen, dass Hitzetage oder gar Hitzeperioden auch in Wien häufiger geworden sind. Konnten Meteorologen noch in den Jahren zwischen 1961 und 1990 durchschittlich 9,6 Hitzetage pro Jahr zählen, hat sich diese Zahl mittlerweile vervierfacht. Denn 2017 bis 2019 herrschent bereits 37 beziehungsweise 38 Hitzetage pro Jahr. Von einem Hitzetag spricht man übrigens, sobald Temperaturen über 30° Grad Celsius erreicht werden.

Ein paar heiße Tage im Jahr sind für die meisten eine schöne Vorstellung, doch steigern sich die Hitzetage ständig, leiden Mensch, Tier und Umwelt stark unter der Hitze.

Wiens Kampf gegen den Klimawandel

Die Stadt Wien hat dem Klimawandel den Kampf angesagt. Wien setzte sich zum Ziel die Klimamusterstadt zu werden. Auf den Weg dahin hat die Stadt viele Initiativen und Projekte geplant beziehungsweise bereits umgesetzt. Dazu gehört unter anderem der Ausbau von nachhaltiger Energiegewinnung, Dach- und Straßenbegrünung, Aufbrechen von Städtischen Hitzeinseln und vieles mehr.

Weiters schafft die Stadt kühlende Maßnahmen um Wien und der Bevölkerung die notwendige Abkühlung bei Hitzetagen zu ermöglichen. „Wir müssen nicht nur alles tun, um die Klimakrise aufzuhalten, sondern auch unsere Stadt abkühlen. Mit mehr Grün und Cooling-Maßnahmen wollen wir die Lebensqualität in Wien noch besser machen“, so Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. Zu den Cooling-Maßnahmen zählen u.a. Sprühnebel, Wasserspiele oder Trinkbrunnen.

„Wir sagen den Hitzeinseln in der Stadt den Kampf an – mein Credo für die Stadtplanung ist es mehr kühlendes Grün und zusätzliche Cooling-Maßnahmen in unsere Stadt zu bringen. Mit den vielen Cooling-Maßnahmen bieten wir Abkühlung für Jung und Alt zum Nulltarif – denn in unserer Stadt soll sich jeder wohlfühlen“, so Planungsstadträtin Ulli Sima.

Cooles Wien: Die App für kühle Köpfe!

Wo sich die nächste Erfrischung in Wien befindet, ist jetzt mit der „Cooles Wien“-App leicht herauszufinden. Die App zeigt den Wienerinnen und Wienern den nächsten Cooling-Spot. Mittels digitaler Karte werden schattige Parks, Wasserpielplätze, Nebelduschen oder Bademöglichkeiten in der Umgebung angezeigt. Zusätzlich können die Nutzern aktuelle Temperatur sowie ein Ausblick auf die kommenden Tage sehen. Die App ist für Android bzw. iOS erhältlich.