Wien startet Corona-Impfung an Volksschulen

(C) Unsplash: Die Stadt bietet in einem Pilotprojekt an acht Standorten die Corona-Impfung an Volksschulen an.

Seit letzter Woche hat die europäische Arzneimittelbehörde EMA den Impfstoff von BionTech/Pfizer für Kinder ab fünf Jahren freigegeben. Bereits seit 15. Dezember hat die Stadt Wien eine eigene Impfstraße für Kinder eingerichtet, hier konnten anfangs Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren die Corona Impfung erhalten. Aufgrund des großen Andrangs hat die Stadt die Kapazitäten erhöht. Bereits 17.800 Kinder dieser Altersgruppe haben in Wien bereits eine COVID-Schutzimpfung erhalten. Nun erweitert die Stadt das Impfangebot für Kinder und bietet die Corona-Impfung an Volksschulen an.

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Pilotprojekt

Gesundheitsstadtrat Peter Hacker erklärt dazu: „Wir haben in Wien eine Vorreiterrolle eingenommen und impfen in der Altersgruppe der fünf bis elfjährigen seit fast drei Wochen. (…) Wie wir wissen, sind die Infektionsraten bei den ganz Jungen sehr hoch. Wenn die Krankheitsverläufe auch zumeist mild sind, können doch Komplikationen und Spätfolgen auftreten. Mit einer Impfung sind auch unsere Jüngsten geschützt.“

Mit einem neuen Pilotprojekt bietet die Stadt nun auch die Corona-Impfung für Kinder in den Volksschulen an.

Corona-Impfung an Volksschulen

An acht Standorten wird vorerst die Corona-Impfung an Volksschulen gestartet. Eine Ausweitung des Angebots auf ganz Wien ist möglich. Den Anfang für das Jaukerl in Schulen machte die Volksschule Steinlechnergasse in Hietzing. Bereits 125 Schülerinnen und Schüler der Volksschule konnten so ihre erste Impfung erhalten.

Wiens Vizebürgermeister und Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr freut sich über die hohe Bereitschaft von Eltern und Kindern, das neue Impfangebot anzunehmen: „Die hohe Nachfrage der Volksschülerinnen und Volksschüler und deren Eltern am Schulstandort Steinlechnergasse zeigt, dass es sinnvoll ist, den Weg der niederschwelligen Impfangebote in Wien weiter fortzusetzen. (…) Ich hoffe, dass es möglichst viele von ihnen annehmen, denn eine hohe Durchimpfungsrate (…) erleichtert nicht nur den Schulalltag, sondern gibt uns auch Zuversicht in der Bekämpfung der gesamten Pandemie!“

Elternbrief

Vorab wurden die Eltern mit einem Brief über die Corona-Impfung an der Schule informiert. Der Elternbrief enthielt neben den Terminen für den Erst- und Zweitstich, auch die Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten. Ein Zoom-Meeting mit dem Elternverein, der Schulleitung sowie Medizinern fand vor dem Impfterminen statt.

Wie bei anderen Schulimpfungen üblich, impfen die Schulärzte der Stadt Wien. Die Eltern können beim Impfen anwesend sein. Dazu Bildungsminister Heinz Faßmann: „Die Impfung ist der Weg aus der Pandemie. Um diese möglichst unkompliziert anbieten zu können, stellen wir gerne die Infrastruktur an den Schulen sowie die Schulärztinnen und Schulärzte zur Verfügung. Durch den Schutz der Impfung holen wir uns schulische Normalität zurück, ohne dauerndes Maskentragen und Testen in hoher Frequenz.“