120 Anrainer nutzten den Austausch mit Bezirksvorsteherin Julia Lessacher und Sucht- und Drogenkoordinator Ewald Lochner zur heiklen Lage der U6 Gumpendorfer Straße.
Die Gespräche verliefen weitgehend sachlich und konstruktiv. Anliegen rund um den Fritz-Imhoff-Park und den Bereich Gumpendorfer Gürtel wurden erörtert, Missverständnisse konnten ausgeräumt werden.
Fakten zur Schutzzone
So konnte gezeigt werden, dass die neu eingerichtete Schutzzone Wirkung z eigt: Die Polizei sprach innerhalb weniger Wochen mehr als hundert Betretungsverbote aus. Die Klienten der Sucht- und Drogenhilfe sind davon nicht betroffen, werden weiterhin betreut.
Maßnahmen des Bezirks
Der Bezirk hat einige Maßnahmen umgesetzt: Im März wurde der nahegelegene Park baulich umgestaltet, mit einem 2,4 Meter hohen Zaun eingefasst, die Pergola verkleinert und Tisch-Bank-Kombinationen nahe der Wohnhäuser entfernt. Anfang Juni wurde die mobile Toilettenanlage im Park abgebaut, die Sträucher wurden zurückgeschnitten.
Das Sieben-Punkte-Paket
• Schutzzone: Schutz von Kindern und Jugendlichen, Unterbinden von Handel und Konsum in der Nähe von Schulen und Spielplätzen.
• Sauberkeit und Lebensqualität: Neue Reinigungs- und Grünschnittpläne, verstärkte Intervalle der Straßenreinigung und der Stadtgärtner, Ausgabe von Spritzen-Entsorgungsbehältern, dezentrale Möglichkeiten des Spritzentauschs.
• Ausbau der mobilen Sozialarbeit.
• Praxisnahe Informationen für Ärzte, Fortbildungen für Polizisten zu Sucht, Substitution und Suchtmittelgesetz, Schulungen in der Verwaltung, klares Beschwerdemanagement.
• Verschärfte Sicherheitskontrollen im öffentlichen Raum, um die Verfestigung des Drogenhandels an einem Ort aufzubrechen.
• Medizinische Versorgung für Menschen mit Suchterkrankungen sicherstellen.
• Bundesgesetzliche Anpassungen: klarer Datenaustausch und größerer Handlungsspielraum für bundesweit abgestimmtes Vorgehen, insbesondere gegen den illegalen Handel mit Substitutionsmedikamenten.

