Schülerlotsen sorgen dafür, dass jüngere Schüler sicher den Schutzweg überqueren können. Doch es braucht mehr dieser ehrenamtlichen Helfer.
Rund 6.000 Schüler- und Erwachsenenlotsen engagieren sich derzeit freiwillig für die Schulwegsicherung in Österreich. Der Bedarf an Schülerlotsen wird durch die Unfallstatistik deutlich: Allein im vergangenen Jahr wurden 577 Kinder im Alter von sechs bis 15 Jahren in Österreich bei Verkehrsunfällen auf dem Schulweg verletzt.
Angesichts der zunehmenden Herausforderungen im Straßenverkehr braucht es vielerorts zusätzliche Unterstützung. Denn der Straßenverkehr wird immer komplexer: Viele Kinder sind durch Smartphones abgelenkt, Fahrzeuglenker halten sich im Ortsgebiet oft nicht an Tempolimits und das beliebte „Elterntaxi“ vor den Schulen sorgt für unübersichtliche Verkehrssituationen.
Bundespolizeidirektor Michael Takács betont: „Die Polizei gewährleistet die Schulwegsicherung an besonders kritischen Stellen. Ein Höchstmaß an Sicherheit können wir aber nur gemeinsam erreichen – mit engagierten Menschen, die bereit sind, unsere jüngsten Verkehrsteilnehmenden auf ihren Schulwegen zu unterstützen.“
Engagement in jedem Alter möglich
Schülerlotsen – meist Jugendliche ab der 7. Schulstufe – sorgen dafür, dass jüngere Schüler sicher den Schutzweg überqueren können. Um sich selbst nicht zu gefährden, betreten sie die Fahrbahn erst, wenn die Fahrzeuge angehalten haben.
Doch auch Erwachsenenlotsinnen – auch bekannt als Schulwegpolizei oder Schulweglotsinnen – können sich für diesen Dienst melden. Sie dürfen neben Schutzwegen auch andere Übergänge sichern. Im Unterschied zu Schülerlotsen dürfen sie den Verkehr mithilfe eines Signalstabs auch aktiv auf der Fahrbahn anhalten.
Roland Pichler, Generaldirektor-Stellvertreter der AUVA dazu: „Viele Menschen wissen nicht, dass sie sich auch als Erwachsene für die Schulwegsicherung melden können. Wir möchten daher möglichst viele Jugendliche und Erwachsene dazu ermutigen, sich über diese verantwortungsvolle Aufgabe zu informieren und aktiv zu werden. Über die AUVA besteht während ihres Einsatzes auch ein gesetzlicher Unfallversicherungsschutz.”
Wer sich in den Dienst der guten Sache und sich nächstes Jahr an die Schutzwege stellen möchte findet alle wesentlichen Infos auf schulwegsicherung.at .

