Rauchen schadet nicht nur der Gesundheit, sondern auch dem gepflegten Ortsbild – das fiel einem engagierten Leser des Wiener Bezirksblatts in Hietzing unangenehm auf.
In Wien raucht laut den Zahlen der Sucht- und Drogenkoordination Wien (SDW) etwa jede dritte Person (rund 30 bis 30,4 Prozent der Bevölkerung), womit die Stadt im österreichischen Vergleich den höchsten Raucheranteil aufweist (das schließt tägliche und gelegentliche Konsumenten von Tabak- oder Nikotinprodukten ein). Damit schadet jeder Raucher bekanntermaßen seiner Gesundheit – einige schaden darüber hinaus aber auch dem gepflegten Ortsbild.
Ein aufmerksamer Leser des Wiener Bezirksblatts ließ uns folgenden Schnappschuss zukommen, den er “vor der Gruppenpraxis am Küniglberg Elisabethalee 61-63” aufgenommen hat. “Gefühlte 200 Stummel am Boden bei der Bank” hat er hier geschätzt. Noch viel mehr regte ihn allerdings die vermutete Faulheit der Raucher auf. Keine zehn Meter entfernt befindet sich ein Mistkübel mit Aschenrohr.

Diese Problematik betrifft beileibe nicht nur den 13. Bezirk. Dabei gibt sich Wien alle Mühe den Rauchern entgegenzukommen. In Wien gibt es knapp 20.000 öffentliche Papierkörbe (genauer gesagt rund 19.700), die direkt mit einem integrierten Aschenrohr ausgestattet sind. Zusätzlich stehen im städtischen Raum etwa 2.100 freistehende Aschenrohre an hochfrequentierten Plätzen bereit. Das bedeutet:
Eine Gelegenheit seine Zigarette ordnungsgemäß zu entsorgen, ist immer in der Nähe.

