Von Kloster bis Altbau:

Coole Immobilien: Hier bleibt die Sommerhitze draußen

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Wenn die Temperaturen in Wien und ganz Österreich die 30-Grad-Marke überschreiten, wird jeder kühle Rückzugsort zum Luxus.

Dabei braucht es nicht immer eine Klimaanlage: Viele historische Gebäude zeigen, wie sich Räume mit dicken Mauern, hohen Decken und geschickter Verschattung angenehm temperieren lassen.

Kirchen als Zufluchtsort

Wer an einem heißen Sommertag eine Kirche oder ein Kloster betritt, spürt den Unterschied meist sofort. Massive Steinmauern speichern die Kühle der Nacht und erwärmen sich nur langsam. Gleichzeitig steigt die warme Luft in den hohen Räumen nach oben, während es im Aufenthaltsbereich vergleichsweise frisch bleibt. Was einst vor allem aus baulichen und religiösen Gründen entstand, erweist sich heute als wirksamer Schutz vor der Sommerhitze.

Altbau mit Hitzepuffer

Auch viele Wiener Gründerzeithäuser kommen erstaunlich gut mit hohen Temperaturen zurecht. Ihre dicken Außenmauern wirken wie ein natürlicher Hitzepuffer und verzögern das Eindringen der Wärme. Hohe Räume bieten zusätzlich Platz für aufsteigende Warmluft, während begrünte oder schattige Innenhöfe die Luftzirkulation fördern können. Wer morgens gut lüftet und tagsüber die Fenster abdunkelt, profitiert besonders von diesen baulichen Vorteilen.

Abkühlung unter der Erde

In historischen Kellergewölben, Rathauskellern und alten Weinkellern herrscht ein ganz eigenes Klima. Das umgebende Erdreich schützt die Räume vor starken Temperaturschwankungen und sorgt über das Jahr hinweg für relativ konstante Werte. Selbst wenn draußen die Hitze über dem Asphalt flimmert, bleibt es unter der Erde oft überraschend frisch. Gewölberestaurants und Weinkeller werden damit an heißen Tagen zu besonders angenehmen Ausflugszielen.

Dicke Mauern in Burgen

Ähnliche Vorzüge bieten Burgen und Schlösser. Ihre mächtigen Steinmauern wurden ursprünglich zum Schutz und zur Verteidigung errichtet, sorgen heute aber auch für ein ausgeglichenes Raumklima. Das massive Mauerwerk nimmt Wärme nur langsam auf und gibt sie ebenso verzögert wieder ab. Ein Besuch historischer Gemäuer kann daher nicht nur kulturell interessant sein, sondern auch eine willkommene Pause von der Sommerhitze bieten.

Holz trifft Moderne

Natürliche Kühlung ist jedoch nicht allein historischen Gebäuden vorbehalten. Moderne Holzbauten greifen bewährte Prinzipien auf und verbinden sie mit zeitgemäßer Gebäudetechnik. Ein Wiener Beispiel ist das HoHo Wien in der Seestadt Aspern. Holz kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben und dadurch zu einem angenehmen Raumklima beitragen. Intelligente Verschattung, energieeffiziente Konzepte und natürliche Materialien erhöhen den Komfort zusätzlich.

Von früher lernen

Während heute intensiv über Klimaanlagen und technische Kühlsysteme diskutiert wird, zeigen viele Gebäude, dass manche wirkungsvollen Lösungen bereits seit Jahrhunderten bekannt sind. Massive Mauern, hohe Räume, Innenhöfe, Verschattung und der bewusste Einsatz natürlicher Materialien können auch für die Architektur der Zukunft wertvolle Vorbilder sein.

Bei der nächsten Hitzewelle heißt es daher: ab ins Kloster, ins Kellergewölbe, in den Wiener Altbau – oder ins moderne Holzhochhaus.

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