Die Nahost-Krise und weniger Billig-Airlines führten in den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres zu einem Passagierrückgang in Schwechat um 3,2 Prozent auf 14,3 Millionen Fluggäste.
Umsatz und Ertrag in der Flughafen-Gruppe sind aber gestiegen.
Weniger Starts und Landungen
In den ersten sechs Monaten wurden knapp unter 108.000 Starts und Landungen verzeichnet, um 4,6 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Allerdings ist die Auslastung der Flugzeuge um fast zwei auf 79 Prozent gestiegen.
Mehr Gewinn
Konkret ist der Umsatz der Flughafen Wien-Gruppe im ersten Halbjahr um 0,9 Prozent auf 529 Millionen Euro gestiegen, der Gewinn vor Steuern und Abgaben um über 9 Prozent auf 159 Millionen Euro. Zur Flughafen Wien-Gruppe zählen neben Schwechat auf die Airports in Malta und Kosice. In der Gruppe gab es insgesamt ein Passagierplus von zwei Prozent auf 20 Millionen Fluggäste.
Prognose 2026
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet die Flughafen-Geschäftsführung mit knapp 1,1 Milliarden Euro Umsatz und 425 Millionen Euro Gewinn. Erwartet werden in der Gruppe 42,5 Millionen Fluggäste, davon 30,5 Millionen in Schwechat.
Senkung der Flugabgabe gefordert
Der Vorstand der Flughafen Wien AG sieht Probleme für den „Luftfahrtstandort Österreich“ durch die hier – im Gegensatz zu anderen Staaten – eingehobene Flugabgabe und fordert deren Streichung oder zumindest Reduktion. Diese Abgabe ist auch die Ursache, warum es weniger Verkehr mit Low-Cost-Airlines in Wien gibt als in den Vorjahren.

