Umfrage von Marktagent

Auto als Statussymbol: Staus trüben die Freude

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Von der Redaktion empfohlen

Die Geduld der Autofahrer wird durch Baustellen und Staus auf die Probe gestellt. Also wollen wir wissen: Macht das Autofahren den Wienern überhaupt noch Spaß? Eine Marktagent-Umfrage spricht Klartext.

Eine aktuelle Studie des Online-Research-Instituts Marketagent unter 1.088 Personen zwischen 17 und 75 Jahren zeigt: Das Auto ist weiterhin ein zentraler Bestandteil der individuellen Mobilität. Gleichzeitig wächst der Druck durch zunehmende Staus und die schwierige Parkplatzsituation in Ballungsräumen.

Freiheit auf 4 Rädern

8 von 10 Befragten (80 %) nutzen ein Auto für private und/oder berufliche Wege. In erster Linie nimmt es die Rolle des praktischen Helfers zur Erleichterung des Alltags ein (56 %), für jeden Zweiten bedeutet es auch ein Stück persönliche Freiheit und Unabhängigkeit (50 %). In der Generation Z (Jugend) ist diese Assoziation besonders stark (56 %), als reines Transportmittel wird das Auto hier nur von 36 % empfunden (Gesamt: 48 %).

Grafik: Marktagent

Ein Leben ohne Auto wäre für die meisten kaum vorstellbar. Nur 2,3 % würde es an nichts fehlen, wenn ihnen ihr Auto nicht mehr zu Verfügung stehen würde.

Grafik: Marktagent

Anpassung an Verkehrssituation

Während sich eine Hälfte der Autofahrer im Alltag nur wenig oder gar nicht von Staus belastet fühlt (52 %), tut die andere Hälfte dies zumindest teilweise (48 %). 16 % klagen über eine eher bis sehr starke Belastung. Wenig überraschend: am Spitzenplatz liegen hier mit großem Abstand die Wiener (27 %).

Grafik: Marktagent

Hinsichtlich der Verkehrssituation in Ballungsräumen nimmt die Bevölkerung eine Verschlechterung wahr (56 %), 30 % spüren diese deutlich. Die Hauptursachen werden in Baustellen (50 %), dem Pendlerverkehr zu Stoßzeiten (47 %) und einer zu hohen Gesamtanzahl an Autos (43 %) gesehen.

Grafik: Marktagent
Grafik: Marktagent

Knapp 8 von 10 Autofahrer (78 %) setzen daher Strategien zur Senkung des Staurisikos ein und versuchen, vor allem stauanfällige Zeiten (44 %) als auch Strecken (33 %) zu meiden. Was in Wien allerdings oft nicht leicht ist.

Parkplatz-Suche kann nerven

Nicht nur der Verkehr, sondern auch die Parkplatzsituation in Städten wird als zunehmend kritischer empfunden (64 %). 4 von 10 (42 %) sprechen von einer deutlichen Verschlechterung. Die überwiegende Mehrheit der Autofahrer (87 %) hat zumindest fallweise Schwierigkeiten einen Parkplatz in der Stadt zu finden.

Grafik: Marktagent

Für jeweils 3 von 10 gleicht die Parkplatzsuche einem Glücksspiel (30 %) bzw. einem Geduldsspiel (28 %). 14 % fühlen sich wie in einem Strategiespiel, das viel Planung und Erfahrung erfordert.

Mehr Öffis und Parkgaragen!

Als sinnvolle Lösungen zur Reduzierung des Parkplatzmangels werden kostengünstigere öffentliche Verkehrsmittel (40 %), mehr Parkhäuser bzw. Tiefgaragen (35 %) sowie Park-and-Ride Angebote am Stadtrand (34 %) erachtet.

Grafik: Marktagent

„Das Auto ist für die meisten Österreicherinnen und Österreicher weit mehr als nur ein Fortbewegungsmittel. Es steht für Selbstbestimmung, Flexibilität und die Freiheit, den Alltag nach den eigenen Bedürfnissen zu gestalten”. Umso deutlicher zeigt unsere Studie aber auch: Genau dieses Freiheitsgefühl gerät durch Staus und Parkplatzmangel zunehmend unter Druck”, bestätigt Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.

Freiheit mit Grenzen

Auch wenn das Auto für viele ein Symbol der Freiheit ist, steht im Alltag klar der funktionale Nutzen im Vordergrund. Mehr als die Hälfte (55 %) sieht in ihrem Fahrzeug in erster Linie ein praktisches Verkehrsmittel, nur jede elfte Person (9 %) nimmt es primär als Statussymbol wahr.

Grafik: Marktagent
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