Der Gutshof von Schloss Hof beherbergt rund 200 tierische Bewohner und hat sich dem Erhalt sowie der Nachzucht altösterreichischer Haustier- und seltener Rassen verschrieben. Dem Barockesel wurde jetzt ein besonderes Denkmal gesetzt.
Er wirkt wie ein Erbstück der Habsburgermonarchie und sein Name klingt wie ein Titel: der Österreichisch-Ungarische Weiße Barockesel. Die weitverbreitete Geschichte besagt, dass er für die adelige Gesellschaft gezüchtet wurde, da helle Tiere als Lichtbringer galten, während dunkle Tiere den Tod voraussagten.
Im Laufe der Jahrhunderte verschwand die Rasse bis auf ein paar vereinzelte Zuchttiere, die erst in den 1980er-Jahren wieder entdeckt wurden und den heutigen Grundstein des rund 400 Tiere großen Bestands bilden. Eine der letzten Populationen lebt heute auf Schloss Hof im Marchfeld. Die Rasse ist stark gefährdet und ziert daher die heurige Ausgabe der beliebten Briefmarkenserie „Seltene Nutztierrassen“ der Österreichischen Post.
Sonderpostamt auf Schloss Hof
Die von Kirsten Lubach entworfene Briefmarke zeigt eine Stute mit den für die Rasse typischen blauen Augen und mit ihrem Fohlen. Die Briefmarke hat einen Nennwert von 1 Euro. Für den charmanten Vertreter aus monarchischen Zeiten legt die Post erstmals ein hochwertiges Set aus Briefmarken, Karten und Kuverts mit Motiven des Weißen Barockesels auf – eine kleine Eselei zum Verschicken. Das Set enthält drei Briefmarken, drei Karten und drei Kuverts und kostet 9,80 Euro.
Am 31. Juli findet in Schloss Hof von 10 bis 16 Uhr ein eigenes Sonderpostamt statt. Besucher können dort die neue Briefmarke, das Set und die Marken-Edition erwerben und ihre Sendungen mit dem passenden Sonderstempel des Weißen Barockesels abstempeln lassen – und gleich daneben einen Blick auf die letzten Weißen Barockesel erhaschen.
Die Briefmarke selbst ist in allen Postfilialen, auf onlineshop.post.at sowie beim Sammler-Service der Österreichischen Post (Telefon: +43 577 67 – 95095; E-Mail: sammler-service@post.at) erhältlich.

