Außenjalousien, Markisen und Rollläden: Sie alle leisten einen wertvollen Beitrag, um die Sommerhitze aus Wohnräumen draußen zu halten. Wie aber lässt sich wirksamer Hitzeschutz mit einem harmonischen Stadtbild verbinden?
Wien steht angesichts steigender Temperaturen und zunehmender Hitzetage vor der Herausforderung, Gebäude wirksam vor sommerlicher Überhitzung zu schützen. Außenliegender Sonnenschutz wie Rollläden, Außenjalousien oder Markisen kann dabei einen wichtigen Beitrag leisten: Er reduziert den Eintrag von Wärmestrahlung in die Innenräume, trägt zu angenehmen Raumtemperaturen bei und kann den Energiebedarf für Kühlung senken.
Gleichzeitig prägen die Fassaden der Gebäude das charakteristische Erscheinungsbild Wiens. Wirksamer Hitzeschutz und ein attraktives Stadtbild sind jedoch kein Widerspruch – vorausgesetzt, Sonnenschutz wird von Anfang an als Teil der Architektur und des jeweiligen Gebäudes gedacht. Die Stadt Wien – Architektur und Stadtgestaltung (MA 19) hat einen Leitfaden zusammengestellt, der zeigt, welche Lösungen sich für unterschiedliche Gebäudetypen und Fassaden eignen und worauf bei der Gestaltung geachtet werden sollte.
Sonnenschutz als Teil der Architektur
Ob Rollläden, Außenjalousien, Raffstores, Markisen oder Klapp- und Faltläden: Sonnenschutzlösungen sind nicht nur technische Elemente, sondern auch Teil des Erscheinungsbildes eines Gebäudes. Entscheidend sind daher neben der Funktion auch die Positionierung, die Größe, die Farbe und die Gestaltung der einzelnen Elemente.
Der von der Magistratsabteilung Architektur und Stadtgestaltung bereitgestellte Leitfaden „Sonnenschutz und Stadtbild“ bietet Eigentümern, Planern und Bewohnern Orientierung bei der Auswahl und Gestaltung geeigneter Sonnenschutzmaßnahmen. Im Mittelpunkt steht dabei der außenliegende Sonnenschutz, der besonders wirksam ist, weil er die Sonneneinstrahlung bereits vor dem Eindringen in die Innenräume reduziert. Dadurch können sich Räume weniger stark aufheizen und der Bedarf an energieintensiver Kühlung kann sinken.
Klimaanpassung und Baukultur sind keine Gegensätze: Mit guter Planung können Gebäude wirksam vor Hitze geschützt und gleichzeitig die charakteristischen Qualitäten der Stadt bewahrt werden.

