Es ist eines der bekanntesten Motive der Kunstgeschichte: das ineinander verschlungene, goldglänzende Liebespaar auf einer Blumenwiese. Gustav Klimts weltberühmtes Gemälde „Der Kuss“, das im Wiener Belvedere-Museum seine dauerhafte Heimat hat, bekommt nun eine völlig neue, haptische Dimension. In einer spektakulären Kooperation zwischen dem Belvedere und der dänischen LEGO-Gruppe entstand eine detailgetreue Nachbildung des Gemäldes aus Klemmbausteinen.
Das Ergebnis bricht Rekorde: Das neue Set ist das bisher größte jemals veröffentlichte „LEGO Art Masterpiece“ und besteht aus sage und schreibe 4.000 Teilen. Ab dem 1. August 2026 ist das dreidimensionale Kunstwerk zum Preis von 299,99 Euro im Handel erhältlich.
Wiener Secession im LEGO-Format: Die Suche nach dem perfekten Goldton
Die Herausforderung für die Entwickler war gigantisch. Wie übersetzt man den fließenden, ornamentalen Stil der Wiener Moderne und die leuchtende Farbpalette Klimts in eckige Kunststoffsteine?
„Klimts ‘Der Kuss’ mit LEGO Steinen nachzubilden, war eine einzigartige kreative Herausforderung“, erklärt Milan Madge, Master Model Designer bei der LEGO Gruppe. „Es galt, seine reichen Texturen, die goldenen Farbtöne und die feinen Details einzufangen und zugleich dem Original treu zu bleiben.“
Durch das Zusammenspiel von metallisch-goldenen LEGO-Elementen mit eigens bedruckten, verzierten Teilen ist es dem Designteam gelungen, die charakteristischen Kreise, Spiralen und Blumen des Meisterwerks täuschend echt nachzuempfinden. Die typischen LEGO-Noppen verschmelzen dabei geschickt mit der kunstvollen Struktur und verleihen dem Bild eine faszinierende, dreidimensionale Tiefe.
Kuratorisches Fachwissen trifft auf dänische Ingenieurskunst
Für das Projekt holte sich LEGO wissenschaftliche Unterstützung direkt aus der Quelle. Stephanie Auer, Kuratorin für die Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts beim Belvedere Museum, begleitete den Designprozess von Anfang an: „Als Kuratorin an der Adaption von Klimts ‘Der Kuss’ zu einem LEGO Art Set mitzuwirken, war eine einmalige Erfahrung. Gemeinsam mit Milan Madge haben wir intensiv über Gustav Klimts Symbolik, Ornamentik und künstlerische Techniken gesprochen – und darüber, wie sich diese mit LEGO Steinen darstellen lassen.“
Dieses geballte Hintergrundwissen müssen Käuferinnen und Käufer beim Bauen nicht missen. Begleitend zum Verkaufsstart am 1. August veröffentlichen die Partner einen eigenen Podcast mit Designer Milan Madge und Kuratorin Stephanie Auer auf YouTube, Spotify und LEGO.com, der tief in Klimts Erbe und die Entstehung des Sets eintaucht.
Wer beim Zusammenfügen der 4.000 Teile digitale Unterstützung sucht, kann zudem auf die LEGO Builder App zurückgreifen. Diese führt mit interaktiven 3D-Anleitungen durch das anspruchsvolle Bauprojekt. Mit diesem Set wird Kunstgeschichte im wahrsten Sinne des Wortes Stein für Stein begreifbar.

