Wiens Luft bleibt weiterhin auf gutem Niveau

(C) unsplash
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Die Luft ist rein in Wien – und zwar so wortwörtlich! Das belegen nämlich die Daten des Wiener Luftmessnetzes. „Die Wiener Luftqualität war 2022 erneut auf dem guten Niveau der letzten Jahre“, so Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. Allein zum Jahreswechsel gab es eine deutliche Überschreitung der Grenzwerte. Böller und Raketen in Kombination mit dem Wetter sorgten für eine regelrechte „Feinstaub-Suppe“ zum Jahresanfang, wie die Stadt in einer Aussendung bekannt gab.

Schutzmaßnahmen

Dass die Luft in Wien gut zum Atmen ist, sei nicht selbstverständlich. Etwa durch Ausbau des Öffi-Verkehrs, Einsatz von emissionsarmer Fahrzeuge und Ausweitung des Fernwärmenetzes werde ein aktiver Beitrag zur Luftgüte geschaffen. „Die Luft in unserer Stadt ist heute deutlich besser als jene in unserer eigenen Kindheit“, betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. „Gerade in den letzten 15 Jahren wurde für die Luftqualität enorm viel erreicht, durch Maßnahmen auf EU-, Bundes- und lokaler Ebene. Aber auch die weitere Prognose ist sehr günstig: Durch engagierte Klimaschutzmaßnahmen und dem Ziel, dass Wien bis zum Jahr 2040 CO2-neutral werden soll, wird gleichzeitig auch die Luftgüte in der Stadt noch weiter verbessert.“

Insgesamt war 2022 aber ein positives Jahr im Hinblick auf die Luftgüte in Wien: So waren nur drei Mess-Stationen von Überschreitungen betroffen, nur eine davon überschritt an zwei Tagen den Grenzwert. In Österreich sind maximal 25 Tage mit Werten über 50 µg/m³ als Tagesmittelwert zulässig.

Bereits 2019 brachte die erstmalige Einhaltung der EU-Grenzwerte an allen Messstellen. Das erste Corona-Jahr 2020 verstärkte den abnehmenden Trend – unter anderem aufgrund Lockdown-bedingt teilweise drastisch geringerer Verkehrszahlen. Die Jahre 2021 und 2022 setzen dieses sehr gute Niveau fort.